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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-11-01 · Heft 11-12 (November 1904) · p. Seite 715

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 11-12 (November 1904)
Article
Robert von Anjou und sein Verhältnis zu einigen gelehrten Juden
Date
1904-11-01
Page
Seite 715 (sequence 3)
Language
German
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Robert v. Anjou u. sein Verhältnis zu einigen gelehrten Juden. 715 2. Kalony mos ben Kalony mos, welcher schon im Jahre 1309—21 im Aufträge Roberfs in Rom beschäftigt war, übersetzte im Aufträge desselben ein Werk des Averroes, dessen Prolog in der Vierteljahrschrift II, 40 mitge־ teilt ist, in Arles 1328, und bezeichnet Robert im Epilog als den wahrhaften zweiten Salomon (qui licite et vere secundus Salomon dicitur). — Siehe Giuda Romano p. 6, Lett. Ital. p. 36, Hebr. Übers. S. 326. — Wenn ich recht vermutet habe, so enthält das hebräische Manuscript München 290 ein Fragment eines Werkes von Kalony־ mos, genannt das »Buch der Könige«, welches mit der Mathematik beginnt und einem Könige gewidmet, wahrscheinlich auch danach benannt ist Dieser König ist schwerlich ein anderer als Robert (siehe meinen Artikel: »Das Königsbuch des Kalonymos« in Geiger’s jüd. Zeitschr. VIII, 118). In diesem Fragment wird unter An־ derem eine Schrift des Djabir b. Hajjan, »Lehrers der Alchemie«, über Specifica citirt. Eine Bodleianische Hand־ schrift berichtet, dass maestro Calo unter den litterarischen Schätzen des Königs eine alchemistische Stelle in dem Buche der Gifte von demselben Djabir gefunden habe. Hier ist unzweifelhaft Kalonymos und Robert gemeint (s. Steinschneider, Zur pseud-epigr. Lit. S. 71, ZDMG. IX, 843 u. XXIV, 369; vgl. Hebr. Bibliogr. 1865, S. 77, und meine Noten zu Baldi p. 82). Djabir ist eine halb mystische Persönlichkeit, welche in europäischen Bearbeitungen seiner Schriften als Geber figuriert; s. Kopp, Beiträge zur Ge־ schichte der Chemie, 1875, Bd. III, 13 ff. und Berthelot, La chimie au moyen äge, Paris 1893. — Hierher gehört auch gewissermassen, dass zwei medicinische Schriften von Arnald de Villanova, dem Arzte Robert’s und alchemistischen Schriftsteller, von anonymen Juden ins Hebräische über־ setzt, existieren, und eine von Arnald dem Robert verord־ nete Räucherung in einer hebr. Handschrift citiert wird (Die hebr. Uebersetzungen S. 781 bis, 784).

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