Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1904)
- Article
- Die Familie Aboab
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 677 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Familie Aboad. 677 nähme von Nr. 291 ist die in Frage stehende Angelegenheit nur kurz berührt. Ein Datum befindet sich nur bei einem kleineren Teile; die Unterschrift fehlt fast immer. Der Stil ist gedrängt, bestimmt und ohne weitläufige Diskussion. Beachtenswert sind Nr. 45 (über die Kinder gezwungener Apostaten, אנוסים); Nr. 66 (über ein von Isaak Principale für die Armen in Palästina festgesetztes Legat); Nr. 188 (über die Frage, ob es besser ist, sich während der ganzen Woche mit Thora zu beschäftigen und Unterstützung zum Lebensunterhalt anzunehmen, oder sich durch eigenen Erwerb zu ernähren und nur am Sabbat das Thorastudium zu pflegen); Nr. 152 (eine Widerlegung der Ansicht, als seien die jüdischen Rechtsinstitutionen aus dem Gebrauche und nicht durch mündliche Überlieferung entstanden); Nr. 193 (gegen Massechet Purim); Nr. 361 (übereinen in Marseille in spanischer Sprache abgefassten Scheidebrief); Nr. 375 (ein Sendschreiben an alle jüdischen Gemeinden über Sabbatai Zwi und dessen Genossen; Protokoll der Vernehmung des sabbatianischen Sendlings Natan aus Gaza in Venedig 1668); Nr. 376 (ein Schreiben an eine Gemeinde, die noch nach dem Abfalle Sabbatai Zwis an dessen Lehren festhielt, den 9. Ab als Festtag beging und deshalb mit dem Banne bedroht wird); Nr. 377 (ein Schreiben an Jakob Sasportas in Amsterdam über den gleichen Gegenstand). R. Samuel Aboab wird auch das ס׳ הזכרונות zugeschrieben, ein Buch, das in zehn Abschnitten die wichtigsten religiösen Vorschriften behandelt und ohne Angabe von Verfasser, Druckort und Druckjahr erschien1). Als handschriftlich vorhanden werden u. a. דרשות (Gherondi S. 360) und קצור משנה תורה (ibid. S. 362) erwähnt2). x) Vg־l. Zunz, Zur Gesch. und Lit. S. 300 Nr. 240; Asulai שה״ג II Nr. 26; Cat. Rosenthal Anhang Nr. 532; ראשית בכורים p. 26. 2) Das von den Bibliographen ihm zugeschriebene תיקק סופרים, gehört einem andern Samuel Aboab an, wovon unten die Rede sein wird.