Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1904)
- Article
- Die Familie Aboab
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 678 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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678 Die Familie Aboab. Der jüngere Bruder Samuel Aboabs, Isaak, wird als sein Mitarbeiter in gelehrten Studien rühmend genannt (Gherondi S. 365). Die beiden anderen Brüder, Jakob und Joseph, haben sich besonders durch Wohltätigkeit hervorgetan, indem sie dafür sorgten, dass in Venedig eine Unterstützungskasse zur Auslösung der bei den Verfolgungen gefangenen Glaubensgenossen gegründet wurde, wie sie auch an andere Gemeinden zu dem gleichen Zwecke Briefe richteten1). Den Tod Samuel Aboabs beweinten seine überlebende Gattin und vier Söhne, von denen der älteste, Abraham, sein Amtsnachfolger wurde (Gherondi S. 370). Er scheint jedoch kein hohes Alter erreicht zu haben, da er an der weiter unten angeführten Stelle aus der Vorrede zum Machsor Venedig keine Erwähnung findet. Der zweite Sohn Samuel Aboabs, David, bei seinen Zeitgenossen sehr geehrt, stellte zumeist die Geldmittel zum Druck der שו״ת דבר שמואל zur Verfügung. Samuel, der Sohn Davids, 1692 geboren2), erhielt, als einziger damals lebender Enkel Samuel Aboabs, von diesem auf dem Sterbebette den Segen. Wie aus der unten angeführten Stelle (Vorrede zum Machsor Venedig) hervorgeht, ging der Segen des Grossvaters an dem Jüngling in Erfüllung. Dieser bekleidete später die Rabbinerstelle in Venedig und hat als solcher an der Bewegung gegen Mose Chajjim Luzzato teilgenommen (Graetz X3, 341). Er ist Verfasser des oben (S. 677, A. 2) genannten תיקון סופרים 9 Vgl. Revue XXV, 203. Die ibid. n. 2 erwähnten Gedichte und Lieder beziehen sich wohl auf Töchter dieses Jakob Aboab, Namens Sara, Lea und Esther. Ob der in Zunz Jubelschrift S. 64 verzeichnete Jakob Aboab, der 1712 gestorben ist und für den R. Josef David in Salonichi einen Trauervortrag hielt, mit dem hier genannten Jakob Aboab identisch ist, bedarf noch näherer Untersuchung. Ein Sohn des oben erwähnten Joseph scheint jener Jakob zu sein, mit dessen Unterstützung das Büchlein עת ל חננה (Venedig 1708) und Mose Nerols ברכת טוב (das. 1711) erschienen ist (cf. Cat. Bodl. Nr. 8280) und der später noch besonders erwähnt wird. 2) Bei der in der Vorrede zu דבר שמואל und bei Gherondi S.