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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-11-01 · Heft 11-12 (November 1904) · p. Seite 662

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 11-12 (November 1904)
Article
Die Familie Aboab
Date
1904-11-01
Page
Seite 662 (sequence 2)
Language
German
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662 Die Familie Aboab. kurzen Erläuterungen. Es zerfällt in sieben Lichter (נרות), deren jedes in Hauptstücke <כללים>, diese in Abteilungen (חלקים) und diese wieder in Kapitel (פרקים) eingeteilt sind; letzterer sind im ganzen 338. Das erste Licht behandelt die Vermeidung des Überflusses, das zweite die Vermeidung unziemlicher Reden, das dritte die Erfüllung der Gebote, das vierte das Gesetzesstudium, das fünfte die Busse, das sechste den Frieden und die Liebe, das siebente die Bescheidenheit. Von der ausserordentlichen Verbreitung, die das Werk erfuhr, zeugen die vielen Ausgaben, die davon erschienen sind, davon drei in Venedig, in den Jahren 1544 (bei Corn. Adelkind pp. 132), 1595 (bei Joh. de Gara pp. 116), 1623 (bei Bragadini; in dieser und den späteren sind die antichristlichen Stellen ausgelassen). Ferner seien von den vielen späteren Ausgaben hier erwähnt: Consiant. 1014 (bei Astruc de Toulon pp. 164), Mantua 1563 (mit Erklärung schwieriger Stellen), Frankfurt a. M. 1687, Amsterdam 1700 mit dem Kommentar נפש יהודה von Mose Frankfurt (nur diese und die Krotoschiner Ausgabe sind 8°, die andern alle in fol.); mit einer jüdisch-deutschen Übersetzung von demselben, Amsterdam 1722; Frankfurt a, M. 1728 mit dem Kommentar des Mose Frankfurt; Dyhernfurth 1798; mit deutscher Übersetzung auserlesener Stellen von Fürstenthal, Krotoschin 1845/48. Über zwei spanische Übersetzungen (Livorno 1657 und Amsterdam 1708, deren eine vom Verf. selbst sein soll) s. Wolf bibl. hebr. 111, 1139. Eine Handschrift des Buches befindet sich in Oxford. Das Werk ist, wie kaum ein anderes, von Pentateuchübersetzungen abgesehen, in die jüdischen Volkskreise eingedrungen und besonders durch die jüdisch-deutsche Übersetzung ein Andachts- und Sittenbuch geworden, das in keiner Familie fehlen durfte. Hauptsächlich wurde es den Frauen empfohlen, wozu es sich durch die einfache Form der Darstellung und die zu ■Missverständnissen Anlass geben könnten, oder die sich in Büchern befanden, die ihm fehlten, oder endlich die er vergessen hat.

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