Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-09-01 · Heft 9-10 (September 1904) · p. Seite 625

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 9-10 (September 1904)
Article
[Rezension]
Date
1904-09-01
Page
Seite 625 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2829132-2829776-2829785-2885641--33182-2885775
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Besprechungen. 625 Produkt ist, so sind folgende Lehnwörter erklärlich : כרפס aus ai. Karpasa »Baumwolle« (vgl. mein. Arisches i. A. T. 1, 34 u. 47); בוץ »Byssos« aus ai. picu »Baumwolle« (vgl. mein Ar. i. A. T. I? 34 u. 41). ln der alten Welt kam der Diamant nur aus Indien was auch folgendes bezeugt: פטריז »Topas« aus ai. pita »gelb, Topas«. םפ*ר gr. r7a7׳uos1po<;, die hebr. Grundform ist סנפיי, entlehnt aus a, sanipriya »Saphir« (vgl. Lagarde Ges. Abh. 72). ברקת »Smaragd« aus ai. marakat a, prakr, maragada. Aus dem Indischen stammt auch gr.p-a.paySoc’ j^apayvi, und in Anlehnung an gr. c^apaysco entstand die Form <780׳ך0נף0.ץ<; (vgl. Lagarde: Ges. Abh. 3, 44). Den in Indien wachsenden kuinkuma »Safran« kannten die semitischen Völker bereits in ältester Zeit, arab. k u r k u m, hebr. karkom (כרכם) »Safran«. Durch die Semiten lernten ihn die Griechen noch in der Heroenzeit kennen. Denn zpozo; »Safran« kommt bereits bei Homer vor. Also schon um 800 v. Chr. hatte sich dieses Wort derart bei den Griechen eingebürgert, dass mit ihm zur Zeit der Entstehung des homerischen Epos Komposita, wie zoozotus^oc, gebildet wurden, (vgl. Lagarde: Ges. Abh. 58). Indien ist die Urheimat von vielen wohlliechenden Pflanzen. So ist die Narde, vedisch: nalada (schon in Atharva-veda 6, 102, 3 erwähnt) aus Indien. Sie fiel auch den Begleitern Alexanders wegen ihres Wohlgeruches auf, vgl. Arrian : exped. Alex. VI, 22. Bei den Arabern heisst die Narde sumbul h i n d i »indische Ähre«. Altind. nalada ist zunächst ins Altpersische übergegangen, *riarada, (up. närdin), woher es ins Hebr. eindrang, ניד, ferner ins Griech. vapSoc, vapT7) (vgl. Lagarde: Mitteil. 2, 2öj. Hebr. ברמי־ל »scharlachrot« aus ai. krmila, krmilika »scharlachroter Stoff», krmiräga kär m a ran ga »scharlachrot«, abgeleitet ist dieses Wort, von ai. krmi. »Wurm, Insekt, die von der Schildlaus kommende rote Farbe«, alban. kerme »Scharlachrote«, kermeszi »Scharlachlaus, woraus die rote Farbe gewonnen wird«. Aus pers. Monatsschrift, 48. Jahrgang. 40

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.