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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-09-01 · Heft 9-10 (September 1904) · p. Seite 626

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 9-10 (September 1904)
Article
[Rezension]
Date
1904-09-01
Page
Seite 626 (sequence 4)
Language
German
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626 Besprechungen. *karmir ist entlehnt altarm. *karmir »rot, Scharlach« (vgl. Hübschmann: Z. D. M. O. 46, 241.); av. ksrsma »Wurm, phl. karm. Alles dieses spricht für einen lebhaften Verkehr zwischen Indien und den ältesten semitischen Völkern. Bereits zur Zeit der Entstehung des Rgveda finden wir in Indien den babylonischen Gewichtsnamen manä (vgl. H. Zimmer: Altind. Leben 501), und das babyl. Hohimass kä r u (hebr. כר) ai, khära, khäri, gr. Lehnw. <pop, xop. Und babyl. nisku »Schmuckgegenstand, Kostbarkeit, Edelstein» ist in Rgveda als niska erhalten. Und der in Rgveda vorkommende Name für »festes Haus, Burg«, harmya ist das babylonische [h]ara m u, hebr. הרמון »Burg«. Die Urform der heute üblichen indischen Alphabete ist eine Nachbildung des aramäischen Alphabets und wurde etwa um 800 v. Chr. nach Indien gebracht (vgl. Wackernagel: Altind. Gramm. LVII). In den Jätakas werden die Babylonier mit dem Namen Baveru bezeichnet. Besonders im altindischen Handels- und Verkehrsrecht scheint sich babylonischer Einfluss geltend gemacht zu haben. Das weit vorgeschrittene altindische Recht des verzinslichen Darlehens, der Gesellschaftsvertrag, die Bürgschaft, das Pfandrecht scheint babylonischen Ursprungs zu sein (vgl. Dahlmann: Mahabh. 1911). Anderseits können die auf mesopotamischen Denkmälern erscheinende Ceder, der dort abgebildete indische Hund, das im Lande gefundene Teakkolz insgesamt nur aus Indien stammen. (Tiebe: Babyl.- Assyr. Gesch. 606). S. Scheftelowitz.

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