Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1904)
- Article
- Nominalismus und Realismus bei den arabischen und jüdischen Religionsphilosophen
- Date
- 1904-09-01
- Page
- Seite 567 (sequence 14)
- Language
- German
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Nominalismus u. Realismus bei den arab. u. jüd. Religionsphil. 567 vorstellen getrennt von Ruhe und Bewegung und ebenso diese beiden nicht getrennt vom Sein, und doch sind wir gezwungen, sie als drei verschiedene Begriffe zu setzen. Das bedeuten die Worte: weder gewusst noch nicht gewusst. Falsch ist daher die Erklärung Schahr’s, der erläuternd hinzufügt: d. h. für sich werden die Achwal als solche nicht erkannt, sondern nur mit dem Wesen. Schahr. denkt an die gewöhnliche Bedeutung des Wortes Achwal: Zustände und stellt diese dem Wesen gegenüber. Aber darum handelt es sich nicht, sondern die Worte LgiL^ die von Abu Haschim selbst stammen mögen, bedeuten die Achwal für sich, getrennt von einander. Die Frage lautete vielleicht bei Abu Haschim ganz wie bei Plato, wir können uns aber auch denken, dass sie von ihm erweitert wurde, da ganz dasselbe, was für das Sein und die beiden Gegen- Sätze der Ruhe und Bewegung, auch für jeden andern allgemeinen Begriff und seine besonderen Arten gilt: schwarz und weiss ist nicht verstellbar losgelöst von der Farbe, und ebenso die Farbe nicht ohne jede nähere Bestimmtheit1). Was den Beweis Abu Haschim’s für seine Behauptung betrifft, so lässt sich aus den Worten Schahr’s im Allgemeinen entnehmen, dass A. Haschim die Uebereinstimmung vieler Dinge in einem Punkt und ihre Verschiedenheit in einem andern als Beweis für seine Behauptung geltend machte. Die nähere Ausführung dieses Gedankens scheint in zwei Beweisen vorzuliegen, die Carra de vaux und Schmölders nach Al-Razi mitteilen und die wir wörtlich wiedergeben. Der erste Beweis lautet: Die Existenz ist entweder existirend oder nicht existirend oder keines von beiden. Die ersteren!)Man könnte vielleicht auch im Hinblick auf den weiter unt. S. 569 Anm. 2 angeführten Satz erklären: die Begriffe sind einerseits erkennbar, nämlich nach der positiven Seite, hingegen nach der negativen Seite, insofern sie Unzähliges nicht sind, hinsichtlich des ixy! Öv an ihnen, nicht. Aber nach der im Text gegebenen Auffassung können wir wenigstens einen Teil der von Schahr. mitgeteilten Erklärung aufrecht erhalten und als von Abu Haschim selbst herrührend ansehen.