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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-09-01 · Heft 9-10 (September 1904) · p. Seite 557

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 9-10 (September 1904)
Article
Nominalismus und Realismus bei den arabischen und jüdischen Religionsphilosophen
Date
1904-09-01
Page
Seite 557 (sequence 4)
Language
German
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Nominalismus u. Realismus bei den arab. u. jüd. Religionsphil. 557 Wenn wir nun auf die Darstellung Schahr.’s eingehen. so häufen sich die Schwierigkeiten. Anstatt einer haben wir zwei Chal-Theorien, von denen man nicht weiss, was jede für sich und was beide im Zusammenhänge besagen. Zu den Differenzen zwischen Abu Haschim und seinem Vater Oubbai, berichtet Schahr., gehörte auch die Meinungsver- Verschiedenheit hinsichtlich der göttlichen Attribute. Gubbai huldigte der bekannten Ansicht von den Wesensattributen Gottes, der wir auch bei den jüdischen Mutakallimun, wie Saadia1), R. Nissim2) und anderen begegnen. Gubbai behauptete, Gott sei wissend, mächtig, lebend seinem Wesen nach in dem Sinne, dass sein Wissend- Sein nicht irgend eine Eigenschaft, nämlich das Wissen oder einen Zustand verlange als Grund dafür, dass er wissend sei. Hingegen bestritt dies Abu Haschim, er nahm den Ausdruck: seinem Wesen nach in dem Sinne, dass Gott ein Zustand (Chal) als Eigenschaft (Sifä) zukomme, die als etwas Besonders ausserdem, dass er ein existierendes Wesen sei, gewusst werde, aber die Eigenschaft werde nur zugleich mit dem Wesen, nicht für sich, erkannt3). Soweit st so verworren und unverständlich, dass ich ihn überall selber sprechen lasse. S. 150: Les partisans du Motazelite Aboü Häschern et quelques Dogmatiques comme Hman Alharamain, le Kadhi Abu Bekhr. etc., n’approuvent pas cette opinion (nämlich, dass es nur ein Sein oder Nichtsein gebe) et supposent un intermediaire, un milieu entre etre et non etre, entre realite et non realite. Hs nomment cet intermediaire etat. V etat est, selon eux, la qualification d’un etre qui n’a ni realite ni non ־— realite: qualification, parce que l'etat n’existe pas pour ce qui n’est pas attribut, qualite. Les autres Motazelites n’approuvent pas cette definition du mot etat, puisqu'ils y referent aussi les substances, c’est-ä-dire les pretendues substances qui, suivant eux, ne sont pas reelles, mais seulement possibles. *) Vgl. Emunot c II ed. Slucki, S. 44. *) Vgl. Mafteach ed. Goldenthal, Einleitung. 3) Sahr. S. 55: oliLo ^5 Ul UJL^Vi *Jy? נ01ע

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