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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. Seite 469

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-07-01
Page
Seite 469 (sequence 9)
Language
German
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Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. 469 spruchslosen Mannes sehr gut getan, denn er hat seinen Platz in jeder Hinsicht ausgefüllt. Um seine Person- Iichkeit hat sich schon im XVI. Jahrhundert eine Art von sagenhaftem Schleier gelegt, der aber der Kenntniss seiner Verhältnisse nur förderlich ist. Matthäus Ooldhahn, Aurigallus oder Aurogallus genannt, war in Chomutov in Böhmen geboren1) und gehörte mit dem gekrönten Dichter J oh an n Sturnus aus Schmalkalden zu den Familiären des hochgebildeten Bohuslav von Lobkowitz und Hassenstein. Georg Fabricius aus Chemnitz, einer der Sospitatoren Bohuslavs, sah die beiden in Annaberg, als er dort zu Johann R i v i u s in die Schule ging2) und gewann durch die Begegnung damals schön Interesse für Bohuslav. Aurogallus war nach dem Tode seines Patrons im Besitz von meist poetischen Werken desselben und hat sie seinem Landsmanne Sigismund Gelenius nach Basel zum Druck geschickt, aber der Drucker Episcopius zog die Sache hin, so dass Aurogallus darüber starb, und seine Erben suchten dann das Manuskript an Episcopius loszuschlagen. So kam Aurogallus wenigstens nicht in den Verdacht wie S turn us, als Plagiator an seinem Herrn gehandelt zu haben. Sagenhaft ist die Erzählung3) des Herausgebers der Werke Bohuslavs, Thomas Mitis, dass Aurogal 1 us, als der Neffe Bohuslavs Sigismund v o n Lobkowitz in Wittenberg studierte4) (Sommer 1511), ג) Das folgende nach dem Briefe des Georgius Fabricius an Matthaeus Collinus, Meissen, III. Idus Nouembris o. J., vor Bohuslavs von Hassenstein Farrago Poematum. IB. Nr. 37. 1 . : 2) Rivius war Leiter der Annaberger Schule von 1531 bis 1533. Vergl. O. Saxenberger, Johannes Rivius, 13 f. 3) Thomas Mitis an Georgius Fabricius, Prag, am Tage S. Marci Evang. 1570, a. a. O., 430. *) Mitis nennt S. von Lobkowitz auch fälschlich Rektor der Universität, das ist er nie gewesen. Album S. S. 1511: Nobilis et'ge5••

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