Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1904)
- Article
- Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 462 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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4ö2 Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. tionem et salutationem angelicam et alteram Euae fiiiorum ad Mariam (Salue regina) aMatthaeo Adriano pridem Hebraismo donatas addidimus, quem virum gaudemus Louanij in Buslidianam scholam nuper adscitum, ut Hebraice doceat, nempe quia doctus est et ita germane Hebraeus, ut cum huius linguae peritis de prima laude certet.« Am Schlüsse ist die Kreuzesinschrift in den drei Sprachen gegeben. Die Gebete sind natürlich Adrians Libellus hora faciendi pro domino entnommen. Das kleine Büchlein (8 Bl.) fand gleichwohl den Beifall der Zeitgenossen, denn es wurde 1519 in Hagenau1) und 1520 von Sigismund Grymm und Marcus Wirsung, die es von Johann Böschenstein verbessern liessen, in Augsburg2) und in demselben Jahre von Johann Froben selbst3) wieder nachgedruckt. Die Verhältnisse in Loewen waren nicht nur wegen der Gegnerschaft der Theologen, die immerhin einen starken Druck auf die hebräische Professur ausüben konnten^ sondern auch wegen der mangelhaften Ordnung der Gehaltsverhältnisse der Dozenten am Collegium trilingue noch im Sommer 1518 und vielleicht auch weiterhin wie durch den geringen Eifer der Studenten für Adrian nicht recht befriedigend. Darüber gibt ein Brief Martin Dorpes an Erasmus vom 14. Juli 1518 Aufschluss, der zugleich Adrian von dem gegen ihn erhobenen Vorwurfe der Geldgier vollkommen reinigt4). Er schreibt: »Linguarum professio pulchre apud nos procederet, si stipendia!andern exsoluerentur et doceretur gratis (das war also wohl ursprüngiich beabsichtigt), alioqui scis eo Louanienses ingenio, ut aegre quicquam dent. Id quidem male habet Matthaeum nostrum, hominem usque adeo iratum pecu- ף J. C. Wolff, a. a. O. 2) IB. Nr. 4. ף IB. Nr. 3. ף Erasmus, Opera, III, I, 332.