Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1904)
- Article
- Isaak b. Mose Or Sarua
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 454 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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454 Isaak b. Mose Or Sarua. nende Wachskerze zu berühren, und Frauen fasteten gar deswegen [I, 16a; Juden gingen mit Schwert und Schild bewaffnet am Freitag in der Stadt umher, um das Judenviertel zu bewachen II, 70b; Juden trugen spitzige Hüte II, 37b, (pileum cornutum), vgl. Graetz, Geschichte VII, 149; Frauen trugen am Sabbat Ohrringe II, 39 b, 144 b; nach אין כאלהינו sprachen nur Waisen das Kaddisch, während in Frankreich hierauf nicht geachtet wurde. II, 22 a; das Auspressen von Äpfeln am Sabbat ist in Böhmen er- Iaubt, obschon man in England und Lombardien aus diesen Apfelwein erzeugt II, 2öa. Unter den rheinländischen (רינוס) Gebräuchen und Sitten verdient hervorgehoben zu werden, dass die Frauen am Sabbat mit silbernen Hausschlüsseln ausgingen, IOS. sah sogar die Frauen seiner Lehrer dies tun II, 39b; sie hatten eine Nadel äm Haare II, 40 a. Während in Böhmen der schöne Brauch herrschte, dass ein angesehenes Mitglied der Gemeinde das Recht des Aushebens der Thorarolle aus der Bundeslade sich kaufte und die Thora dem Vorbeter übergab, der שמע ישראל und אהד אלהינו sagte, sprach in den rheinischen Gemeinden der Maftir diese Sätze II, 19 a; die Predigt wurde am Sabbat Nachmittag nach dem Mincha abgehalten II, 47a; vgl. Joseph b. Moses Leket Joscher, Orach Chajjim, ed. Dr. J, Freimann, 1903, p. 45; in Speyer ging der ארנן in die Synagoge II, 163a, auch der אבל durfte am טב״א die קיבות anhören II, 179 b. Der Vorbeter verrichtete das Abendgebet am מוצ״ש früher, um die Habdala zu machen II, 47 b; die Institution über die Toten nichts Schlechtes zu reden II,. 126a; über die Sabbatspeise II, 6a. Die Anstellung eines ש״ץ konnte eine Minorität verhindern 1, 41 a. ln Sachsen gaben die חתני תורה eine grosse Mahlzeit, zu welcher sie die Gemeindemitglieder einluden II, 138b; den Scheidebrief schrieb man an ע״ש und fertigte ihn an מוצ״ש I, 200 b.