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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. Seite 410

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1904)
Article
Die Paulinische Lehre vom Gesetz
Date
1904-07-01
Page
Seite 410 (sequence 11)
Language
German
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410 Die Paulinische Lehre vom Gesetz. Zu der von der »obrigkeitlichen Gewalt« und dem ihr schuldigen Gehorsam handelnden Stelle Röm. 13, 1 ff. sehe man ferner die bereits von Schöttgen und Nork angeführten rabbinischen Parallelen* 1). Ebenso auch die zu 1. Cor. ö, 1.18; 7,2.3.4.5.14.36; 11,5. 10. 14; 13, 12; 15, 37; II. Cor. 8, 212); 9, 6; 12, 2. 4. 7. Ganz besonders aber noch die zu I. Cor. 7, 6: »Was ich da sage, ist als Zulassung zu nehmen, nicht als G e b o t«, welche letztere Stelle ohne Kenntniss der entsprechenden rabbinischen Termini3) (und deren Anwendung) kaum recht verstanden werden kann4). שנאה ולא תחרות אלא הצדיקים יושבים ועטרותיהם בראשיהם ונהנים מזיר השכינה. Vgl. Lipsius z. St. a. a. O. S. 189: »Denn das Wesen des Gottes reiches besteht nicht nur in Essen und Trinken, es kann also auch hierdurch nicht erworben werden; ׳/) ßa<71T.s?a tou 'frsoCi bei Paulus immer vom künftigen Messiasreich (Gal. 5, 21; I Cor. 6, 9 i), nicht vom ethischen Gottesreich auf Erden«. Zu den »Kronen« (oder »Kränzen«, vgl. Kaufmann, Monatsschr. 40, S. 383) auf den Häuptern der Gerechten, vgl. man noch I Cor. 9, 26: »und dort (bei den Wettkämpfen) handelt es sich nur um einen vergängliehen Kranz; bei uns um einen unvergänglichen«. *) Darunter auch Aboth 1, 10; II, 3 (רשות Obrigkeit, als Äquivalent für das paulinische s£ou<71a)• Doch fehlt bei beiden Autoren noch so manche wichtige Stelle; s. Anhang Nr. 22. 2) »Liegt uns doch am Herzen das Rechte nicht bloss vor dem Herrn, sondern auch vor Menschen«. Nork citiert Schern, r. c. 51; Tanch. Pekud. 5: שנו רבותינו מי שהיה נכנס לתרום את הלשכה לא היה נכנס לא בפרגוד . . . שאדם צריך לצאת ידי הבריות כדרך שהוא צריך לצאת ידי המקום שנא, והייתם נקיים מה׳ ומישראל. Die Quelle ist M. Schek. 4, 3 (vgl. auch Joma38a; Pesach. 13 a). — Ganz und gar übergangen ist 11 Cor. 8, 12: »Denn wo der gute Wi 1 1 e da ist, ist er willkommen mit dem, was er vermag, mehr verlangt man nicht« und j. Pea 16 b (u. Parall.); מחשבה טובה הקב״ה מצרפה למעשה etc. 3) דשות und חובה (schon bei Lightfoot). Zu ergänzen ist auch hier besonders M. Beza V, 2: בל שחייבי! עליו משום שבות משום רשות משום מצוד, etc. ף Ähnlich halachisiert Paulus auch I Cor. 14, 16: »Sonst, wenn du im Geiste den Segen sprichst, wie soll denn der, der am Platze des Uneingeweihten steht, sein Amen zu deiner Danksagung sprechen? weiss er ja nicht, was du sagst usw.« —

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