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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. Seite 395

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1904)
Article
Moses und Hammurabi
Date
1904-07-01
Page
Seite 395 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Moses und Hammimibi. 395 ein Kebsweib, bringt sie ins Haus; dieses Kebsweib darf sich der Ehefrau nicht gleichstellen. § 146. Wenn, nachdem ein Mann eine Frau genommen und diese ihrem Manne eine Sklavin zum Weibe gegeben hat, die Sklavin ihm Kinder gebiert, aber diese Sklavin mit ihrer Herrin eifert, weil sie ihm Kinder geboren hat, verkauft sie ihre Herrin nicht für Geld; indem sie dieselbe zur Sklavenschaft tut, rechnet sie sie zu den Mägden. § 170. Wenn einem Manne seine Gattin Kinder geboren und seine Magd Kinder geboren hat und der Vater bei seinen Lebzeiten zu den Kindern, welche ihm die Magd geboren hat »meine Kinder« sagt, hierauf der Vater stirbt, teilen die Kinder der Gattin und die Kinder der Magd das väterliche Eigentum untereinander. Nachdem der Sohn der Gattin seinen Anteil gewählt hat, erhält er ihn. Der aufmerksame Beobachter denkt sogleich an jene Fälle der HS., wo die legitime Gattin dem Gatten eine Magd gibt, wie Sarah dem Abraham, Rahel und Leah dem Jakob. Sarah gibt Abraham die Hagar, die sich dann der Gattin gleichstellen will, nachdem sie einen Sohn geboren, und nun von Sarah gepeinigt wird. Die Anerkennung der Kinder der Sklavin hängt davon ab, ob der Vater sie seine Kinder nennt, wie Abraham es mit Ismael getan. Wie eine grosse Illustration zu den Gesetzen des Hammurabi lesen sich nun die Episoden aus dem Leben der Erzväter. Ihre Gestalten, jedem so vertraut, gewinnen Licht und Leben, dessen sie freilich nicht erst bedurft haben, durch das sie jedoch Zweiflern und Skeptikern in lebendiger Wesenhaftigkeit und unanfechtbarer Historizität erscheinen müssen. Abraham kommt aus Ur-Kasdim, dem Heimatlande Hammurabis, zieht immer westlicher, bis er in das Gebiet der Kanaanäer kommt. Er lebt mit seiner Gattin Sarah, die aber kinderlos ist. Sie gibt ihm eine ägyptische (oder nach anderen eine babylonische, wenn Misri und Musur identisch

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