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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. Seite 362

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Isaak b. Mose Or Sarua
Date
1904-06-01
Page
Seite 362 (sequence 2)
Language
German
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362 Isaak b. Mose Or Sarua. die jetzt nicht mehr gültigen Gesetze von diesem Gesichtspunkte aus. Die Verschiedenheit der ersten beiden Teile von den neueren zeigen auch die den einzelnen Halachoth folgenden Nachschriften. Diese in gereimter Prosa abgefasst, finden sich im 1. und II. Teile des Werkes am Ende einzelner Traktate und Kapitel und zeugen von einer partiellen Redaction derselben. Der III. und IV. Teil hat diese Nach- Schriften nur am Ende der Traktate und ist, eine festere Fügung aufweisend, einheitlicher und systematischer geordnet Nach der homiletisch-exegetischen Einleitung des Werkes, der haggadischen Erläuterung der Buchstaben, deren Permutation im Sinne des Sepher Jezira und der אותיות דד עקיבא ein beliebtes Thema der deutschen Schulen war, finden sich in unserer Ausgabe die ה׳ צדקה, ein Abschnitt über die Mildtätigkeit, die mit dem Thorastudium innig vereint sein muss und auch in der Midraschliteratur mit Vorliebe behandelt wurde. Mit dem Werke selbst hängt aber dieEinleitung, wieauch dieser Abschnitt nur lose zusammen; besonders Letzterer scheint ursprünglich unter den anderen Halachoth behandelt worden zu sein, wenn wir nicht annehmen wollen, dass die הלכות צדקה eine zweite Vorrede zum eigentlichen Werke bilden. Dafür spräche auch die äussere Symmetrie, die sich in der bewussten Ordnung des Stoffes zeigt. Den ersten Teil leitet der Verfasser mit Gen. XVIII, 19 לעשות צדקה ומשפט, den zweiten mit Exod. XV, 25 שם שם לו חק ומשפט ein, und diesem Plane gemäss behandelt er zuerst die Vorschriften der Mildtätigkeit Doch lässt sich im ersten Teile des OS. eine planmässige Redaction der Materie nicht bemerken und die Sammlung der Halachoth oder die Abschrift derselben geschah erst nach dem Tode des Verfassers. Darauf deutet auch der Umstand hin, dass die I, p. 40 eingeschalteten Responsen den Verfasser als verstorben bezeichnen (תשובה מהד המחבר

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