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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. Seite 343

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Ein Brief Hartwig Wesselys
Date
1904-06-01
Page
Seite 343 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Ein Brief Hartwig Wesselys. 343 über den Fundort des vorstehenden Aktenstücks und einzelne Notizen zu seiner Erklärung seien hier mitgeteilt. Bei Studien ganz anderer Art wurde mir im geheimen Staatsarchiv zu Berlin auch das Vorstehende vorgelegt. Es befindet sich in den Akten aus dem Kabinet König Friedrich Wilhelm 111. Rep. 89 Nr. 36. B.1) Es ist auf einem grossen Stempelfoliobogen geschrieben. Während die übrigen in demselben Bande enthaltenen Schreiben, zumeist wie dieses Bittgesuch an den König, fast alle am Kopf mit einer teils zustimmenden, teils ablehnenden Verfügung versehen sind, ist bei diesem nichts bemerkt. Trotzdem ist es von dem betreffenden Beamten gelesen worden, wie manche Bleistiftstriche unter verschiedenen Stellen des Briefes dartun. So ist z. B. der Passus, dass 12 Bände im Drucke erschienen sind, ferner der von einer Zusendung des ersten Teils und Beantwortung dieses Schreibens aus dem Jahre 1795, endlich die eigentliche Bitte um Unterstützung mit solchen Strichen versehen. Die aus dem Bittschreiben sich ergebende Tatsache, dass Wessely sich an einen preussischen König oder an zwei wandte, ist nicht uninteressant. Unser Brief ist eine Art Huldigung an den vor kurzem, 16. November 1797, zur Regierung gelangten Herrscher, auf den, wie jeden neuen Regenten, die Schriftsteller grosse Hoffnungen setzten. Das oben erwähnte Schreiben aus dem Jahre 1795 ist bisher nicht bekannt; es muss also dahingestellt bleiben, ob Wessely es an denselben Adressaten, den damaligen Krönprinzen, oder nicht doch an den in jenem Jahre regierenden König Friedrich Wilhelm II. gerichtet hat. Dass der Brief aus Berlin datiert ist, darf nicht Wunder nehmen. Denn aus der von Oraetz XI. 163 mitgeteilten Tatsache, dass *) In demselben Fascikel befindet sich auch ein Brief von S. G. Lowe, mit dem dieser das zweite Heft seiner »Bildnisse Berlinischer Gelehrter« übersendet und darauf hinweist, dass er auch schon früher das erste Heft, das vielen Beifall gefunden, eingesendet habe.

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