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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. Seite 344

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Ein Brief Hartwig Wesselys
Date
1904-06-01
Page
Seite 344 (sequence 4)
Language
German
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344 Ein Brief Hartwig Wesselys. Wessely sich in den 90-er Jahren von den Vertretern der aufklärerischen Richtung abwandte, darf nicht der Schluss gezogen werden, dass er damals Berlin verliess; vielmehr ist er nach einer Notiz seines Biographen Meisel erst kurz vor seinem am 28. Februar 1805 erfolgten Tode nach seiner Oeburtsstadt Hamburg zurückgekehrt. Sehr merkwürdig ist in unserem Briefe die Notiz, dass Wessely Autor aller bei den Huldigungstagen und bei anderen festlichen Gelegenheiten den Mitgliedern der königl. Familie übergebenen hebräischen Gedichte ist. Solche Gedichte sind vielfach im 2. Bande meiner Ge־ schichte der Juden in Berlin und in verschiedenen Jahrgangen der von mir herausgegebenen Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland gedruckt oder erwähnt. Die meisten der mir bekannteu tragen keinen Namen eines Autors; nach den Aeusserungen unseres Briefes dürften sie alle Wessely zugewiesen werden1). Die christlichen Gelehrten, die Wessely als seine Gönner nennt, sind Hufnagel, Spalding, Michaelis, Eichhorn, Generalsuperintendent Adler in Schleswig, vielleicht auch Herder, denn alle diese werden von Meisel als Korrespondenten Wesselys genannt. (In dem zu Weimar aufbewahrten Nachlasse Herders befinden sich keine Briefe Wesselys). Die 12 Werke, die Wessely, wie er angibt, in heb־ räischer Sprache geschrieben hat, sollen hier nicht einzeln aufgezählt werden. In Meusels (nicht zu verwechseln mit dem oben mehrfach genannten Meisel) »Gelehrtem Deutschland« VIII 465 fg. Lemgo 1800 werden 10 verschiedene Werke genannt; da die Moseide in ihrem hebräischen Texte, wie dort angeführt, 3 Teile hat, so würde die von ג) M. Brann weist mich darauf hin, dass aus Breslauer AktenWesselys Autorschaft eines Breslauer Gedichts hervorgehü Er war von D. Friedlaender und D. Itzig empfohlen worden und erhilt ein Honorar von 100 Thalern.

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