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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 295

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-05-01
Page
Seite 295 (sequence 13)
Language
German
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Die Einführung bes Hebräischen in Wittenberg. 295 Zu dieser Zeit gab man sich in Leipzig Mühe, Wolfgang Capito an die Universität als Hebräer zu ziehen, und als das nicht gelang, wurde durch Mos e 11 an s Vermittlung vielleicht Bernhard als Dozent bestellt, während doch Cellarius in Leipzig einen fleissigen Schüler in dem Magister Philippus Novenianus zurückgelassen hatte, dessen Substituierung wohl das Natürlichere gewesen wäre. Aber obgleich dieser mehr als zwei Jahre Mosellans Schüler im Griechischen gewesen war1), wollte Mosellan doch nichts von ihm wissen, weil er bei dem Streite des Cellarius mit Petrus Suauenius um Mosellan s willen auf Cellarius Seite gestanden hatte2). Philipp Neukam aus Hassfurt gehörte seit dem Wintersemester 1513 der Universität an, war im Sommer 1515 Baccalar und im Januar 1520 Magister geworden3). Nach fleissiger Beschäftigung mit dem Griechischen legte er sich ebenso eifrig unter Cellarius’ Leitung auf das Hebräische und schon gegen Ende des Jahres 1519 wagte er sich an die Bearbeitung eines grammatischen Lehrbuchs, eines Elementale hebraicum4), das im Januar 1520 bei Valentin Schumann mit gedruckten, aber besonders geschnittenen hebräischen Typen die Presse verliess. Cellarius, Christoph Hegendorfer5) und Novenianus’ Schüler Georgius Salicetus aus Leipzig6) führten 0 Novenianus in der Peroratio zu seinem Elementale. S. w. u. 2) Er hat ein Epigramma extemporarium zu Cellarius’ Responsio Ironica an Petrus Suauenius beigetragen. IB. Nr. 26. 3) Novenianus, der 1521 die Tabulae Qraecae des Richardus Crocus nochmals herausgab, wurde 1525 Baccalar und Licentiat und 1528 Doktor der Medizin in Leipzig und lebte 1532 in Halle als treuer Anhänger der katholischen Kirche mit Michael Vehus, Johannes Crotus Rubianus und Augustin Alfeld. Enders, a. a. O., II, 378. ף IB. Nr. 53. 5) Zu Christophorus Hegendorphinus, vergl. G. Bauch, Die Anfänge der Universität, Frankfurt a. O., 72 f. 6) Das ist wohl der im Wintersemester 1514 in Leipzig iramatrikulierte Georgius Weydner Lipsicus.

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