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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 284

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-05-01
Page
Seite 284 (sequence 2)
Language
German
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284 Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. orationem. Als Beispiel gibt er zwei Zeilen aus primo regum duodecimo capitulo mit der lateinischen Über- Setzung. Daran hängt er die Zahlzeichen bis 20,000 an, und den Beschluss bildet die Zusammenstellung der Büeher des biblischen Kanons mit den hebräischen Einzel- und Oesamtnamen und den lateinischen Bezeichnungen. Alles Hebräische, ohne Ausnahme, ist mit der Feder geschrieben. Ein die hebräische Sprache empfehlendes Distichon auf der letzten Seite hat er Marschalks Introductio utilissima entlehnt, ein Hexastichon hat der Leipziger Humanist Veit Werl er aus Sulzfeld1) gespendet und von Caesar selbst trägt das uns vorliegende Exemplar, das einmal Förster gehört hat, zwei handschriftliche Disticha. Da der Drucker Melchior Lotter die Jahreszahl vergessen hat, kennen wir nur den Druckort, Leipzig. Werler hat gegen das Ende des Jahres 1516 Leipzig verlassen2), daher ist dieses Jahr für den Druck der Terminus ad quem, aber schon 1514 warf Böschenstein Kaiser vor, dass er ihn, seinen Lehrer, in seinen Schriften nicht erwähne, und so könnte man das Elementale in oder vor das Jahr 1514 setzen. Bedenklich macht nur, dass es 1519 in Wittenberg Studenten gab, die Caesar privatim in Leipzig gehört hatten, und so dürfte es wahrscheinlich sein, dass dieses Buch etwa 1516 gedruckt ist. Es war für Karlstadt besonders gewiss sehr unangenehm, dass Kaiser auf ein erstes Schreiben von ihm nicht nach Wittenberg kam, und noch peinlicher war, dass die Antworten auf ein zweites Schreiben wie Hohn klan- ‘) Zu Werler vergl. Ritsch], Opuscula philologica, III, 90, V, 40; Q. Bauch in den Mitteilungen der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte, VI, 173 f. 2) Werler ist schon in den ersten Tagen des Januars 1517 in Ingolstadt: Matrikel 1517 Januar 10: Magister Vitus Werleus Sulczfeldensis, clericus Herbipolensis.

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