Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1904)
- Article
- Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
- Date
- 1904-05-01
- Page
- Seite 283 (sequence 1)
- Language
- German
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280 Sie Einführung des hebräischen in Wittenberg. Mit Berücksichtigung der Vorgeschichte des Studiums der Sprache in• Deutschland. Von Gustav Baueh. (Fortsetzung). Bart. Caesar hat sich auch als hebräischer Grammatiker versucht. Das überaus seltene und deshalb verschollene, sehr kurz gefasste elementare Werkchen1) führt den Titel: Eiementale hebraicum aCaesare Trutauiensi congestum und ist in Leipzig gedruckt. Seine Quellen sind N i c o I a u s Marschalk, Petrus Nigri, gegen den er gelegentlich polemisiert, und hauptsächlich, auch in der Schrift, R euchlins Rudiments, die er, besonders am Ende, bisweilen wörtlich ausschreibt. Eigenartig ist seine Einleitung, er beginnt mit einer scholastischen Deduktion und begründet diese mit Stellen aus dem Jus civile2). Zuerst gibt er das Alphabet in Quadratschrift und in Minuskeln und beobachtet dabei und auch weiter im allgemeinen die Aussprache der deutschen Juden, nicht die der spanischen. Darauf folgen die Puncta und Expositio regularum (zum 1. und 2. Kapitel). Im vierten Kapitel appliziert er das Behandelte auf den Anfang des ersten Buches Mosis; rechts steht die lateinische Übersetzung, links der hebräische Text und dahinter die he־ bräische Lesung in lateinischen Lettern. Im fünften und letzten Kapitel definiert er zuerst die Oratio und spricht dann De principalioribus quatuor punctis distinguentibus 1) IB. Nr. 21. 2) Daher habe ich obeii die Bemerkung Karlstadts, dass Caesar in Wittenberg auch Schüler sein wolle, auf das Studium der Jurispruden? bezogen.