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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 269

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Die Paulinische Lehre vom Gesetz
Date
1904-05-01
Page
Seite 269 (sequence 2)
Language
German
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Die Pauünische Lehre vom Gesetz. 269 Teil dieser Beweisführung und, was sich daran knüpft, zu beschäftigen haben. Im Römerbriefe selbst wirft Paulus zunächst kurz die Frage auf, ob denn Gott »nur Gott der Juden, nicht auch der Heiden« sei (3, 28 f.), und geht dann, nachdem er schon früher einmal (1, 17) vorübergehend auf den Habakuk’schen Vers: »Der Gerechte wird aus seinem Glauben leben« (Hab. 2, 4) hingewiesen hatte, sogleich auf den Hauptbeweis von Abraham über (Gen. 15, 6), dem nämlich sein Glaube als »Gnadensache«, nicht als »Schuldigkeit«, d. h. ohne jedwede Rücksicht auf seine »Werkleistung«, zur Gerechtigkeit gerechnet wurde (4,4—6). Ferner wurde der Glaube ihm angerechnet »als er noch unbeschnitten war.« Und das Zeichen der Beschneidung empfing er dann zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er unbeschnitten gehabt hatte, auf dass er der Vater sei Aller, die unbeschnitten glauben,... sowie auch Vater der Beschneidung für die nämlich, welche nicht bloss beschnitten sind, sondern auch wandeln in den Spuren des Glaubens, den er... vor seiner Beschneidung hatte« (Vv. 10—12). Der Glaube Abrahams nämlich war ein Glaube an den, »der da lebendig macht die Todten und ruft ins Dasein, was nicht ist«; denn er, Abraham, glaubte »ohne Hoffnung auf Hoffnung daran, dass er sein sollte ein Vater vieler Völker . . . und ohne am Glauben Schaden zu nehmen zwar das Abgestorbensein seines Leibes wahrnahm . . . aber an der Verheissung Gottes sich nicht irre machen liess, durch Unglauben, sondern stark blieb im Glauben u. s. w.«, weshalb es ihm eben auch zur Gerechtigkeit gerechnet wurde (Vv. 17—22). Wohl ist später das Gesetz dazwischen gekommen; jedoch nur, wie wir bereits wissen, um der Übertretungen willen. »Die Verheissung aber, die Abraham oder sein Same empfing, dass er die Welt zum Erbe haben solle, ist nicht durch das Gesetz vermittelt, sondern durch die Gerechtigkeit

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