Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 4 (April 1904)
- Article
- Die Maultiere und die Wagen des Patriarchen Jehuda I.
- Date
- 1904-04-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Maultiere und die Wagen des Patriarchen Jehuda I. 195 gestanden zu haben, da ja auch R. Pinchas b. Jair die Ver- Wendung der Maulesel im Hause Rabbi’s nicht wegen der Mischart beanstandet, sondern als lebensgefährliche Tiere, offenbar weil die Lehrer alle sich gegen IssFs Meinung ausgesprochen hatten. Es verdient hierbei besondere Be- .achtung, dass es die Lehrer der Zeit unmittelbar nach der hadrianischen Verfolgung sind, die über die Maultiere, ihren Ursprung und die Zulässigkeit ihrer Verwendung verhandein, während früher sich nichts Ähnliches findet So sagt R. Jose b. Chalafta (b. Pessach. 54a): Gott beabsichtigte am ¬ס. Tage noch zwei Dinge zu erschaffen, die aber wegen •des Eintrittes des Sabbaths nicht mehr erschaffen wurden; da gab er dem Menschen göttlichen Geist ein und dieser nahm zwei Steine, rieb sie an einander, so dass Feuer ent- .stand; ferner nahm er zwei Tiere, liess sie sich begatten .und es entstand das Maultier. R. Simon b. Gamliel sagte: Das Maultier ist erst unter Ana in die Welt gekommen (Genes. 36, 24); die דורשי חמורות meinen: Ana selbst war seiner Geburt nach bemakelt, deshalb brachte er Bemakeltes hervor. Der Streit über den Ursprung des Maulesels wurde somit schon unter dem Patriarchen R. Simon b. Gamliel II. geführt, und es ist klar, dass sein Kollege R. Jose der Ansicht ist, das Maultier sei durch Gottes Hinzutun entstanden,!könne somit nicht zu den gemischten Arten gehören. Es ist dieselbe Ansicht, die von seinem Standpunkte Issi seinen Kollegen entgegenhält, dass nämlich David’$ Maulesel seit der Schöpfung bestand. In der Mischna Kilaj. VIII, 3. 4, in den dazu gehörigen Tossiftastellen und Baraithas sind es *die Lehrer desselben Kreises und der gleichen Zeit, die sich mit der Frage befassen, mit welchen Tieren Pferde und Esel mit Rücksicht auf das Verbot in Deuteron. 22, 10 zusammengespannt werden dürfen: Man binde nicht das Pferd an die Seiten des Wagens und nicht hinter dem Wagen, und den לובדקס nicht mit Kameelen zusammen. R. Jehuda sagt: Was von .der Stute geworfen ward, wenn 13*