Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 3 (März 1904)
- Article
- Isaak b. Mose Or Sarua
- Date
- 1904-03-01
- Page
- Seite 137 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Isaak b. •Mose Or Sarua. 137 erwähnt. Er erinnert sich als Kind in der M-eissener Synagoge Vögel und Bäume abgebildet gesehen zu haben. Die Annahme, dass unser Verfasser ein Meissener war, ist nicht unbegründet. Die slavischen Worterklärungen bestimmen keineswegs sein Heimatsland, da er sich doch auch deutscher und französischer Wörter bedient, um schwierige Begriffe und Gegenstände zu erklären. IOS. lebte in Böhmen, war in Deutschland in der Rheingegend, in Frankreich und Ungarn und wirkte in Wien. Seine Sprachkenntnisse können daher als Beweis seiner Abstammung nicht angeführt werden. Ein rühriges reges Leben herrschte am Ende des zwölften Jahrhunderts in den rheinländischen Gemeinden und ein innig geistiger Verkehr mit Böhmen und Frankreich. Böhmen ist durch seine Gelehrten, auf die man in der religiösen Praxis sich stützen darf, berühmt. Ephraim b. Isaak erwähnt dies in einem Schreiben an Joel ha-Levi1). Die rituellen Gebräuche der böhmischen Synagogen könneu denjenigen des rheinländischen und französischen an die Seite gestellt werden. IOS. nimmt auf diese Gebräuche oft Bezug und gedenkt seiner böhmischen Lehrer pietätsvoll2), wahrscheinlich weil er ihre Schule in der Jugend besuchte und diese auf seine Gedankenrichtung einwirkten. Als seine Lehrer in Böhmen nennt IOS. folgende: 1. Jakob b. Isaac ha-Laban in Prag, II 177; 2. Elieser b. Isaac — mit ,עופות ואילנות. Der Wortlaut dieser Notiz spricht für unsere Vermutung Gastfreund: Wiener Rabbiner Einl., will den Beweis, dass JOS. ein Deutscher war, mit solcher Emphase erbringen, als ob das eine Ehrenrettung für den Mann und eine Erlösung vorn Slaventum wäre. Ueber Bilder in der Synagoge vgl. Meir Rothenburg Rga. 610. Mordechai 840 פרק כל הצלמים. Tossaphoth. Joma 54. In der Kölner Synagoge waren Tierfiguren gemalt, was Eljakim b. Joseph für unstatthaft erklärte. Rabia Nr. 1049. Zur Heimatsfrage will ich noch den Umstand anführen, dass JOS. drei Flüsse nennt, den Rhein, die Donau u. die Elbe. II 3 a בנהרות גדולות בגון דוגאי ורינוס ולבו שהם עמוקים. 1J והנה בארק כנען יש חכמים מחוכמים. 2) I8, 14. II 177, 178 רבותי שבבהם נ״ע.