Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1904)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1904-02-01
- Page
- Seite 114 (sequence 4)
- Language
- German
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114 Pseudo-Jonathan. Was nun den in der neuen Ausgabe gebotenen Text betrifft, so sind die darin erreichten Fortschritte unverkennbar, wenn auch, für weitere Arbeiten noch manches zu tun bleibt. Es sei zunächst an einigen Beispielen gezeigt, welche Verbesserungen wir der Handschrift selbst zu danken haben: I 1,12 bietet Ms. die Worte דניזריה גיה, die in den bisherigen Ausgaben fehlen1), 1, 16 שעין edd.גוונהון 17 ,1;שנין edd.גווהון; 2, 6 אחית edd. פתכיח 7 ,2;מחית• edd. טופריהון 21 ,3 ,;פתכא edd• פקידתיה 22 ,3;שופריהון edd. איתמסי 21 ,7;פקידתא edd. 2 *איתחמפי); 10, 2 מוסיא edd. אוסיא ■;אנסיא [Fragm. Tg. מוסקיא, nur Levita חוורווריא 11 ,19;[(8מוסיא, während alle Ausgaben, von ed. pr. an, das Wort mehr oder minder entstellt haben; 49, 1 שלויתא edd. 4 * 6 *טלניתא); II 22, 8 איתניד edd. ארשין 26 ,34;איתביר ,edd.אירשין; III 25, 36 ריביין edd. 8ריפיין); V 13, 7 בעונך edd. Dialektzugehörigkeit des Sprachschatzes der jerusalem. Pentateuch- Targume, soweit er von Onkelos ab weicht, enthält, ohne durchgehende Trennung dessen, wasPs.-Jon. u. was den Fragmenten angehört. Auch das aus derselben Arbeit (auf S. XVIII.) citirte Urteil über den relativ reinen Sprachcharakter des O. sei einstweilen, da die Arbeit noch nicht im Druck erschienen ist, dahin erläutert, dass sich dieses Urteil hauptsächlich auf die Reinheit des O. von griechischen Fremdwörtern, die mir allerdings geflissentlich ausgemerzt zu sein scheinen, bezieht, dass aber andererseits eine sehr starke Beimischung von Hebraismen der Einheitlichkeit des Sprachcharakters Abbruch thut. Doch auch das Aramäische selbst ist im O. kein einheitliches, sondern, wie schon Nöldeke (d. alttestamentl. Litteratur, S. 257) nachgewiesen hat, seiner Grundlage nach palästinensisch, aber mit babylonischen Einflüssen durchsetzt. - ״ *) Oder soll die Note 4: »vgl. Onk.« bedeuten, dass d. Hgb. nach Onk. diese Worte selbständig ergänzt hat? Das müsste doch wohl genauer gesagt sein. 2) Das man sich vergeblich bemüht hat, von חמם abzuleiten, s. Levy TW. I 266־ 8) Ganz klar wird auch hier nicht, ob die richtige LA. im Ms. steht, oder etwa aus Levita entnommen ist4 4) Auch Dalm. Lex. (161b) ändert es schon auf Grund des Fragm. Tg. in שליותא. 6) Das ja immerhin auch möglich wäre mit Verstärkung des Labialen. *