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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-02-01 · Heft 2 (Februar 1904) · p. Seite 113

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 2 (Februar 1904)
Article
[Rezension]
Date
1904-02-01
Page
Seite 113 (sequence 3)
Language
German
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Pseudo-Jonathan. 113 bestimmt hat, wesentliche Dienste, sondern auch für die Iiterargeschichtliche Erforschung der Tgg., »wenn sie auch grade für diesen letzteren Zweck noch sehr eingehender Ergänzungen sowie der Zurückführung auf die nachweislieh ältesten Quellen für die einzelnen Bestandteile bedürfen« werden. Sehr wertvoll ist auch die Einleitung, in der die Fragen nach dem wahren Namen unseres Tg. und seinem Veihältnis zu den anderen targumischen Werken, sowie zum massoretischen Text und zur Haggadah u. Halachah z. T. sehr eingehend behandelt worden. Das Gesamtresultat (S. XXI). deckt sich mit der jetzt wohl allgemein anerkannten Ansicht Bachers, dass uns in Pseudo-Jonathan das letzte Stadium der so vielgestaltigen Entwicklung der jerusalem. Targume entgegentritt. In Bezug auf das Fragmententg. oder, wie man nach den Veröffentlichungen G’s. und anderer jetzt richtiger sagt, d i e Fragmententargume, verlässt G. jetzt die ebenfalls wohl allgemein geteilte Annahme Bachers, dass sie als Glossen zu Onkelos entstanden sind. Sie stellten vielmehr nach seiner Ansicht abweichende Recensionen eines bereits fertig vodiegenden, durch Onkelos beeinflussten, Targum jeruschalmi dar. Wenn eine Stellungnahme zu dieser Behauptung auch noch von weiteren Forschungen abhängig sein wird, so werden jedenfalls G’s. Ausführungen durch das reiche und sorgfältig disponirte Stellenmaterial, ihren Wert behalten. Hervorzuheben ist auch G’s. Versuch, die Ueberschrift תרגום יהונתן בן עוזיאל, die seit langem als irrige Auflösung von תרגום ירושלמי ==] ת״י] ‘ galt, als echt nachzuweisen. Freilich sieht sich G. in Consequenz davon gezwungen, die Abfassung unseres Tg. bis in die Zeit des Auftretens dieses Namens, d. h. ins 13. Jahrhundert־, hinabzusetzen1). *) Bei der Behandlung des Verhältnisses zwischen Ps. J. und Fragm.-Tg. wird (S. XVII. Note 2) eine Arbeit des Ref. angekündigt; nicht ganz an richtiger Stelle, wie mir zu bemerken gestattet sei, da die betreffende Arbeit fast ausschliesslich eine Untersuchung der Monatsschrift, 48־. Jahrgang8 1 .־

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