Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1904)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1904-02-01
- Page
- Seite 99 (sequence 2)
- Language
- German
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תורה נביאים וכתובים עם פירוש מדעי. 99 vergebens abmühte, um ein befriedigendes Ergebniss zu erlangen, so hoffe ich dennoch, dass die von mir neu aufgeworfenen Fragen die nach mir Kommenden zur wahrhaften Forschung führen werden, die dann auch befriedigende Lösungen herbeiführeri kann». Tatsächlich liegt das Schwergewicht dieses neuen Psalmencommentares in der Kritik des massoretischen Textes und in den Emendationen, durch welche Chajes die aus demselben sich ergebenden inhaltlichen und sonstigen Schwierigkeiten zu beseitigen trachtet Und zwar stehen unter den Versuchen, den Text der Psalmen zu verbessern, die eigenen Conjecturen des Verfassers in erster Reihe, obwohl er auch vielfach frühere Emendationen, besonders solche, die auf den alten Uebersetzungen beruhen, annimmt. Doch bevor wir diese wichtigsten Bestandteile der Chajes’schen Arbeit näher ins Auge fassen, sei über ihre Beschaffenheit im allgemeinen Bericht erstattet. Was bei dem Commentare zunächst ins Auge fällt, ist das Bestreben, eine Fülle des Stoffes in möglichst gedrängter Form zu bieten. Dies erreicht der Verfasser besonders auch dadurch, dass er, mit äusserst wenigen Ausnahmen, seine Quellen, die früheren Psalmencommentare, nicht zitiert, obwohl er natürlich einen grossen Teil seiner Erläuterungen ihnen entnommen hat und auch bei vielen Stellen die einander gegenüberstehenden Ansichten der Exegeten ohne deren Nennung wiedergiebt. In der erwähnten kurzen Vorbemerkung weist Ch. auf dieses sein Verfahren hin, welches ihm selbst den Vorteil bietet, viel Raum in seinem Commentare zu gewinnen; jedoch den Leser über den Anteil der alten und neuen Bibelerklärung an der Ermittelung des Schriftsin־ nes im Dunkeln lässt. Hoffentlich wird der Verfasser in der Einleitung zu seinem Commentar, die er — wie aus einigen Hinweisen ersichtlich — nachträglich bieten will, nicht unterlassen, wenigstens diejenigen exegetischen Werke zu nennen, die er hauptsächlich bei der Abfassung seines 7*