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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-02-01 · Heft 2 (Februar 1904) · p. Seite 82

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 2 (Februar 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-02-01
Page
Seite 82 (sequence 6)
Language
German
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82 Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. eine hebräische Grammatik mitgebracht und beschäftigte sich eifrig mit der Sprache, die Toi hopf höchlichst unsympathisch war, weil er, wie er sagte, noch niemals bei den Juden einen gelehrten Mann* 1) gefunden hätte und das saturnische Geschlecht auch nichts von Phoebus an sich habe. Da die Sekte aus dem Einflussbereich des Stein״ bocks, des Saturn und des Mars ihren Ursprung genommen, denke das düstere Geschlecht stets an die Unterwelt und hasse das Entzücken des höchsten Gottes, den unter den Himmlischen thronenden und uns die Orakel der Götter spendenden Apollo (hier wohl gleich Christus). Da Stiborius ganz und gar ein merkurialischer Mensch wäre, solle er lieber Griechisch, das merkuriaiisch sei, pflegen und sich nicht mit der stammelnden saturnischen Sprache beschweren. Aus diesem Wust astrologischer Phrasen leuchtet doch als erklärliche Empfindung neben der mit vielen geteilten tiefen Abneigung gegen das unglückliche Volk die Fremdartigkeit der orientalischen Sprache nach Bau und Litteratur als etwas Unheimliches und Abschreckendes hervor gegenüber den näherliegenden, altbekannten und vertrauten klassischen Sprachen. Nach dem Ebengesagten ist es verständlich, dass sich zuerst nur einzelne dem Hebräischen zuwendeten, und diese taten das nicht immer aus gleichen Gründen. Solchen Männern wie Johann Wessel2), Konrad Summenhart, Paul Scriptoris, Kaspar Am mon3), in Forcheim Bambergensis diocesis praepositus, cathedralium Ratisponcnsis ac Vratislauiensis ecclesiarum canonicus, vates perce- 1 e b r i s etc. P. Hassels Zeitschrift für Preussische Geschichte und Landeskunde, V, 477. 1) Tolhopf meint akademische Gelehrsamkeit, die übrigens den Juden wegen des Ausschlusses von den Universitäten unzugänglich war. 2) C. Ullmann, Reformatoren vor der Reformation, II, 314. 3) T. Wiedemann in der Oesterreichischen Vierteljahrschrift für katholische Theologie, II. 77.

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