Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Über Abraham bar Chijja's "Buch der Enthüllung"
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 555 (sequence 11)
- Language
- German
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TJebor Abraham bar Ohijjas Buch der Enthüllung. 555 Tage, sondern einem Tage und einer Nachtwache bei Gott gleich gesetzt werden. Da nun eine Nachtwache, die Nacht zu drei Wachen gerechnet, L. eines Tages ausmacht, so 011tsprechen 1000 Jahre l1/,. Welttagen, demgemäss beträgt der We 11tag 8571/״ Jahre, was für die sieben Welttago einen Zeitraum von COOL) Jahre ergiebt, womitdie die Weltdauer auf 0000 Jahre bemessende Ansicht unserer Weisen übereinstimmt1). Jede der sieben Weltperiodcn theilt sich in sieben Geschlechter, deren jedes wieder einer clor Weltperiodcn entspricht, nur dass es heim siebenten Gesehlechte zweifeihilft ist, ob es nicht auch noch der folgenden Weltperiode zuzuzählen sei. 80 sind sieben Geschlechter von Adam bis (> ha noch, von denen Adam der ersten Weltperiode gleicht, Seth, der dem Adam als Ersatz gegebene und allein zurückgebliebene Sohn, der zweiten, in der die SiindHut statt fand, aus der nur Noah hervorging, Enosch von dem 08 iieisst, dass in seinen Tagen die Anrufung Gottes anfing, der dritten, an deren Ausgang die Thora gegeben wurde, Chanoeh, der Vertreter des siebenten Geschlechts der siebentem Weltperiode, der Zeit des lleils und der Auferstehung vom Tode, wie er selber ohne irdischen Tod der Erde entrückt und dem ewigen Leben zugeführt wurde‘־). Mit dem Einzug Israels in das Land der Verheisung schliessen die drei ■erste» Weltperioden ab, und es folgen dann vier Weltperioden, von denen die drei ersten, entsprechend dem vierten bis sechsten Schöpfungstag(*, bei denen es heisst: .,Und es ward Abend und es ward Morgen״, von Lieht und Finsterniss, von Gutem und Bösem gemischt sind, während in der vierten, d. i. der siebenten Weltperiode, die Erlösung und das Heil kommen werden, wie am Anfang der vierten die Thora gegeben wurde. Wenn gesagt wurde, dass von der vierten bis zur sechsten Weltperiode das Gute und das Böse gemischt sein würden, so ist das so zu vorstehen, dass die eine Hälfte dieser Zeit glücklich und die andere unglücklich sein werde. Die vierte Periode ist die Zeit des Bestands des ersten Tempels, der am Ende dieser Periode zerstört wurde; der zweite Tempel ist in der ersten Hälfte der fünften Periode erbaut um am Anfang der zweiten *) Fol. 188 a fg. Vgl. Talmud b. Sanhedrin 97 a: Kosch ha-Schanah 31 a. Die »Stelle wird von Abravanel 10 .8 מפעלות אלדיים b angeführt.־ 2) Fol. 19öa fg. Wir übergeben die weiteren Einzelheiten in.den späteren Weltperioden, nachdem wir dem Leser bei der erstem eine Vorstellung von der kombinationsreichen Darstellung unseres Verfassers gegeben haben.