Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Paulinische Lehre vom Gesetz
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 541 (sequence 8)
- Language
- German
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…/2829132-2829768-2829775-2884931--32411-2885004- Visual Library
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Die Paulinische Lohro vorn Gesetz. 541 (freiwillig und gutwillig), von dom wird das Joch der weitliehen Macht und des Weltlebens genommen; wer dagegen, umgekehrt,- das Joch des Gesetzes von sich ־wirft, dem wird das Joch der weltlichen Macht und des Weltlebens aufgeladen*‘, — Ein anderer Taniuiitc lehrt: ..Oer Abschnitt Schema (im täglichen Gebete) geht dem Abschnitt Wehaja deshalb voran, damit man zuerst das Joch des Himmelreiches (d. i. der göttlichen Weltherrschaft) und dann erst das Joch der Gebote auf sich nehme.1) Audi mit dem Rccitiren des Abschnitte« über die Schaufädeu soll man sich, nach einer weiteren Stelle im Talmud,־) zu dem ״•)och der Gebote־״ bekennen. Es wurde also auch hier das Gesotz mitunter als ein ״Joch“ empfunden., analog dem der ..weltlichen Macht‘* und lies ״ Weltlebens“. Allerdings nennt die zweite Stelle auch < in ״Joch des Himmel reichesu und stellt 11 e in das *Joch der Gebotea an die Seite. Allein daraus folgt doch nur ־— was ohnehin einleuchtet —, dass die Kmplindung nicht überall die gleiche war. länd zwar an Intensität und Klarheit oben so wenig, wie hinsichtlich der Cönsequenzen, welche daraus gezogen werden konnten. Selbstverständlich, wer in dem Gesetze den lleilsweg erkennt uml sich neben dem guten Willen — auch stark genug fühlt, in ihm und nach ihm Gott zu dienen, der nimmt ihn, dienen Dienst, so schwer er zeitweise auch sein mag, gern siuf steh, gerade wie das ״Joch des Himmelreiches“. Und das thafc ja auch, wie wir wissen, das damalige officio Ile Judentlnnn fast durchwegs. Die Anderen hingegen, denen es an einer solchen Erkenntniss oder auch an der entsprechenden Gesinnung und Willensrichtung fehlt, und dass es Solche gab, das zeigt ja gerade der Spruch des R. Nechunja b. ha-Kana, die kennen eben nur das ״Joch“ und wollen es von sich werfen. Ob es hier vorzüglich die rituellen Bestandteile waren, an die man sich stiess 'i Es ist nicht unmöglich, obschon die Quellen ganz allgemein von einem ״Joch des א• ד׳ יהושע ב׳ קרחה למד, קדמה פ׳ שסע לוהיד. אס : 2 ,Be rach. III ף .שסוע כדי שיקבל עליו עול מלכות שמיס תחילה ואה״כ מקבל עליו עול מצוות B. Josua b. Korcha, nach Einigen ein Sohn R, Akiba’a (vgl. Gr aatz. Gesell. Rd, IV S. 227), gehört der zweiten Hälfte des II. Jahrhunderts aa. 3) b. Berach. 12 b: מפגי שיש בה חמשה דברי״ מצות ציצית יציאת מצריב עול מצות ודעת מיניב רבו". S. Anhang Nr. 13.