Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Paulinische Lehre vom Gesetz
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 536 (sequence 3)
- Language
- German
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Pie Paulinische Lehre vom Gesetz.. 53 t י und ״Ueberwältigung־״ eigentlich bestanden habe, das wird dann noch näher auscinaudergesetzt, indem gezeigt wird, dass in den zehn Geboten selbst nirgends ausdrücklich mit dem Tode (bei den leisten überhaupt mit keiner Strafe) gedroht wird, bei den späteren Gesetzen jedoch in jedem einzelnen Falle allerdings1)• Man sieht, es kommt auch hier ־— wie bei Paulus — der Gedanke von der ungeheueren, fast übermenschlichen Forderung, mit weicher das Gesetz an den Menschen herantritt — indem ciuestheils Uebertretungen desselben kaum zu vermeiden sind, andernthoils aber Leib und Leben daran hängt, dass cs nicht übertreten, sondern vielmehr getreulich erfüllt werde־) —zum Durchbruch. Aber freilich, da der echte J u d e sich dalür in den lebenspendenden Yerheissungen und Segnungen des (treu erfüllten) Gesetzes reichlich (*ntschädigt sieht und sich auch weiterhin in seinem Pestreben, der ungeheuren Forcierung gerecht zu werden, durch die verschiedenen Gnaden- und Sühnmittel desselben Gesetzes (Opfer, Gebet, Pusse 11. s. w.) hinlänglich gefördert und gekräftigt fühlt : so findet und sucht er überhaupt nicht nach irgend einem Ausweg, am allcnvenigsten nach einem solchen, der ihn über das Gesetz völlig liinaueführen könnte, und verlegt demnächst auch den ursprünglichen wie gegenwärtigen Zweck desselben durchaus nach der bejahenden Seite. Während der Apostel, aus der Umarmung des Gesetzes hina11s8trebend, — zumal er den dahin führenden Weg bereits gefunden zu haben glaubt — eben nur die Wucht der Forderung empfindet, sich derselben in keiner Weise mehr gewachsen fühlt und darum auch die Zweckfrage, bei einiger Consequenz, in einem ganz anderen, rein negativen Sinne beantworten muss. ף Z. B.: שדילתני בשי;• ואמדת לי זכור את השבתוהייתי בבו״ד שהיא דשה דזזקתגי ותובל מחלליה שית יושת• — Man wäre “fast versucht, an eine christliche Interpolation zu denken, zumal die Pesiktba rabb. za den jüngeren Quellen gehört. Allein die Stelle wurde auch vom Jalkut (zu Jerem. 20. 7) etwas verkürzt aufgenommen. *) Derselbe Gedanke kommt auch ati Stellen wie Joma 72b vor: א• ר׳ יהושוע ב* לוי שאי דכתיב וזאת דתו׳ אשר שש ששד זבד. געשית לו שש ודיש לא זבד.;עשית לו שש כדתה; Sabb. 88b: מאי הכתיב שמעו כי;גידיש אדבר . . . מה;גיד זה יש בו להמית ולהחיות אף דברי תו׳ יש בו להמית יל החיו ת theilweise zum Vorschein. (Beide Stellen schon bei Sc höttgen und Nork; doch am unrichtigen Orte zu II Cor. 3, 6);