Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Vorlesungen Ad. Harnacks über das Wesen des Christenthums
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 526 (sequence 13)
- Language
- German
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52G Die Vorlesungen Harnacks über das Wesen des Christenthums. michzuahmen. I>a8 Wunderbarste ist dies, dass das Gesetz vermöge der ihm i 11 n e w o 11 n e 1> ת en Kraft, ohne ii u 8 8 e r o Reizmittel, diese Siege errungen hat, und, wie Gott die ganze Welt durchdringt, so ist das Gesetz zu allen Menschen hindurchgedrungen. Jeder darf nur sein eigenes Vaterland und seinen eigenen Wohnort ansehen, um diese meine Behauptung wahr zu finden. Ja, wären wir nicht selber von der Vortrefflichkeit des Gesetzes überzeugt, wir würden durch die Meng«.* seiner Anhänger darauf geführt werden, stolz auf es zu sein.** * * 4 G. Den Berichten über die Verbreitung des Judenthums in den westlichen Ländern treten weitere Angaben des Talmud über Palästina und die Länder des Ostens zur Seite. Eine Anzahl von Schriftgelehrten wird als Proselyten oder als Abkömmlinge solcher bezeichnet1). Von den Anekdoten, welche die Weisheit und herzgewinnende Sanl'tmuth Dillels, de« Vorstehers des Synedrions, uns schildern, heschuftigen sich die meisten mit den Lehren und Weisungen, die er Heiden gab, welche zum Judenthum übertreten wollten2). Auch einer der Helden und Führer der Juden in ihrem Kampfe gegen die Römer, Simon Bargiora, war, nach seinem Ai amen zu urtheilen, Proselyt oder Sohn eines solchen. Um das Jahr 20 n. Chr. trat auch das Königshaus von Adiabene, dem Hauptlande des ehemaligen Assyriens, einem Vasallenstaate des parthischen Reiches, zum Judenthum über. Es hat in mehreren auf einander folgenden Geschlechtern seine Ueberzcugungstreue und seine Liebe zur jüdischen Religion durch Opfermutli, Güte und Wohhhätigkeit bekundet3). ״Zur Zeit der Ilungersnoth“, erzählt der Talmud4) ״vertheilte der König Monabaz von Adiabene, was er und seine Väter an Schätzen gesammelt hatten. Darüber machten seine Verwandten ihm Vorwürfe und sprachen: ״Deine Vater haben gesammelt und das, was ihre Väter!unterlassen hatten, noch gemehrt, Duabergiebstalles hin^.Daerwiederte Monabaz: ״meine a) Talm. b. Gitin 57 b; Midrasch Tanchuma zu II. B. M. 37, 1; Vgl. dazu Weiss Dor dor. wedorschow I, 148; Graetz Ge3eh. IV2, HO f; Derenbourg a. a. 0. 223 Anm. 2; Bacher, Agada d. Tanaiten I, II;•xo«. d. et. ju. V. 181 ff. 2) Talm. b. Sabbath 31 a. *) Jos. Antt. XX, 2—4; Bell. Jud. II, 19, 2. 4) Baba batra 11 a.