Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Nomos
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 513 (sequence 24)
- Language
- German
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l>er Nomos in phiionischer Beleuchtung. 513 Das Fanit Ph!‘Ionischer Darlegung von Sabbat, Festen und dem damit zusammenhängenden Theil sonstiger Beligionsgesetze zu ziehen, liegt uns, wio wir gesehen, bei ihm, speciell in der Schrift De Sept., der erste und jedenfalls beaclitenswertlie Vorsuch systematischer Behandlung des Gegenstandes vor; es ist die Subsummirung von Festen und allem Sabbutartigen unter das vierte, das Sabbatgebot, wie denn — es verdient dies einmal besonders behandelt zu werden — die samtliehen Gebote des Dekalogs unserem Iloligionsphilosoplien gleichsam nur Ueberschriffcen zu den darunter fallenden Einzelbestimmungen sind. Wie zur Entschuldigung für die besondere Ausdehnung, die diesem Capitol gegeben, die mancherlei Abschweifungen, die gemacht worden, fügt er eben ׳am Schluss unseres Buches hinzu: loh habe hier zeigen wollen, dass sämtliche Feste des Jahres gleichsam nur Kinder der heiligen Siebenzahl sind und diese zu ihnen in» Verhältnis der Mutter steht. Seitdem ist, wie bekannt, der Versuch zu systematisiren, bei Darlegung der mosaischen Gesetze, in palästinischen Kreisen viel gemacht worden, ein Anfang bekanntlich Midr. Bemidb. r. e. 13 *אל עשרת הדברות שתרי״ג מצות כלולות בה;, wenn nicht von älteren Versuchen hierher auch b. Talin. Maec. 24 die ganze Reihe von Aussprüchen, die mit בא דוד והעמיד; על אחת עשר׳ beginnt, und selbst der bekannte Ausspruch llilkd’s, Tr. Sabb. 31b זו היא בל התורה בולה ואידך פירושה היא hieher zu ziehen ist, bis hinab auf die Religions-Lehrbücher unserer Zeit, in denen man zum Theil dasselbe Bestreben bemerkt. Dass alle diese Versuch(‘, abgesehen von Aehnlichkeit innerer Verwandtschaft, wie zwischen Sabbat und Sabbatjahr, im Uebrigen bei weit auseinander liegenden Grundbegriffen, wie zwischen Sabbat und dqn einzelnen Festen, doch etwa* Gezwungenes behalten müssen, mag liier nur angedeutet werden. Für Philo freilich, auf das Obige zurückzukommeu, ist die Gewissheit des Zusammenhanges mit der bei den Festen samt und sonders wie beim Sabbat allerdings eine gewisse Rolle spielenden Siebenzahl gegeben, mag man nun ihre Bedeutung da als Nachbildung von kosmischen Vorgängen wie bei Maimuni oder wie immer auffassen. Bei Philo nun wird man, wie nach zahlreichen Ausführungen desselben über Heiligkeit der Siebenzahl und die fast hypostasirte Bedeutung, die nach ihm solchen Zahlen zukommt, es nicht anderes sein kann, geneigt sein, einfach mystische Bedeutung Hoa&tssohrifl, 47. JfthrgAng. 33