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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 6 · p. Seite 510

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 6
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 510 (sequence 21)
Language
German
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610 Der Nomos in philonisrher Beleuchtung. womit man von früh auf bedrückt ist, wie aufathmond, einige Zeit in Wonne zu verbringen, und so mit angenehmer Hoffnung sich fröhlich erfüllend, halten sie eine gar wichtige Festmusse, zu der Ehre Gottes noch Freundschaftsbündnis mit dahin Unbekannten schliessend“, -in letzterem Gedanken abermals mit llaimuni, More 111. c. 48 ויש כחם תועלה ג״ כ בענין האחבדז שצריך שתהיה בין בגי ארם zusammentrelFond. Wenn er dabei mit rhetorischer Fülle sich des Ausdrucks £y.icr־rr(v sopvr.v bedient, so kann füglich doch nur eines der drei genannte!» Feste verstanden werden; jedenfalls hätten wir liier eine religionsgeschichtlich wichtige Quelle für die Thatsache, dass die Wallfahrtsfeste mit ihren Wallfahrten nach *krru- Hit 1 ein zur Zeit l׳M1ilo*a noch in ungebrochener Kraft bestunden. Ihm« aber hat unser Fegt doch auch für Philo geschichtliche Bedeutung, wie bekannt, als Erinnerung an das Wohnen in Hütten auf dem Zug durch die Wüste, was er einfach aus der Schrift herübernimmt, Religionsphilosophisch nicht ohne Interesse ist's, wie er sowohl als nachirmls Maimuni das Gebot solcher Erinnerung ethisch hegründet. ״Es geziemt sich״, sagt er a. 11. St., ״im Reichthum der einstigen Armuth, da man zu Ansehen gelangt ist, der Unbedeutendheit von ehedem, auf festem Lande der Stürme auf dem Meere, in der Stadt des Aufenthalts in der Wüste zu gedenken, solches ist einmal Lust, denn nichts labt mehr, als im Glück des früheren Leids zu gedenken, dann aber ist das zur Gewöhnung, an Dankbarkeit, an Gottesfurcht überhaupt״. Und Maimuiii im More u. a. O, .... א כי: ם שיחיה האדם זוכר יבי היעה בי‘ חשובה בעבור שירבה להודות להשם ושילבד שרת ענוה die Aeimlichkoit ist zu frappant, als dass sie nicht bemerkt werden sollte, fast bis aut die selben Sprachwendungen bei Maimuni wie bei Ph., ohne darum an Entlehnung denken zu müssen; der Gedanke liegt nahe genug, dass selbst geringere Denker als ein JVIaimonides, darauf von selbst kommen. In der weiteren Begründung des Gebots vom Wohnen in Hütten während des Festes ist nun aber der Unsrige nicht sehr glücklich, am wenigsten tiefsinnig gewesen, wenn er der geschichtlichen Bedeutung die Bern erkung voran schickt, der Mensch werde gleichsam vom Gesetze geheissen, in das ״behaglichere״ Zelt wieder einzuziehen, da draussen auf dem Felde für ihn nichts weiter zu warten sei. Dass das keine Begründung eines Religionsgesetzes, sieht er nicht, •es rächt sich da verflachender Rationalismus, dem Ph. ge-

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