Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Nomos
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 500 (sequence 11)
- Language
- German
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500 Der Nomos in philoiiisckor Beleuclitung. peuton zu dieser Feier am siebenten Sabbat zusammenkommen lässt, was notwendig auf den Sonntag als jedesmaligen Tag der Feier führte; wie oben gezeigt, beginnt auch nach Philo das Zählen der Tage nicht anders als bei dem 16. Nissan, gleichviel auf welchen Tag der Woche derselboTällt, und auch der Ansdruck a1bca'ov7y.׳״£ *׳$> .׳>. D. V. C. C. II, 4SI muss nicht gerade anders verstanden werden. Zu De Se.pt. zurückzukehren, ist daselbst in dem dom eigentlichen Capitol von der Pentekmsto voraufgohenden Passus bei Tisch, p. 57, Z. 2 ein den Text nur zu sehr entstellender Fehler, der sich auf den ersten Blick als solcher zu erkennen giebt, zu berichtigen, das ist, dass Tischendort gegen den Laurentianus 7?; auf ■/,uspoy/. das voraufgeht, bezogen liest, durchaus gegen den Sinn der Stelle. Nach dem Zusammenhang ist ersichtlich, dass der Autor nicht von ״Tagen״ sondern ״Theilenr redet, er spricht von der Zwölfzahl, als dem ■doppelten der Sechszahl, einem xzitbuö: 7£a37,:? aus gleichen Theilen bestehend. Der Felder •/,;/.spoiv aber im Laur. erklärt sich einfach daraus, dass es nacli einer bekannten philologischen Observation per Dittographiam aus ־/־, dem Endbuchstaben in entstanden ist. Es ist [xspoiv und 01: herzustellen, eine Schreibung, die überdies noch durch die Parallole De Opif. m. I, 3 bestätigt wird. Seiner inneren Bedeutung nach ist Pfingsten oder Wochenfest für unseren Alexandriner rein agrarischen Charakters: es ist ihm יום הבכורים, wie es biblisch Num. 28, 26 heisst. In genauer Wiedergabe desselben nennt er es sopT7;v ׳ןסדגססדד*- vr.Yi^cov, und sieht er in der Opfergabe der zwei Weizenbrote dieses Festes einfach ein Erntedankfest, wobei er nicht verfehlt hervorzuheben, wie oben bei der Erstlingsgabe des Omer, dass nicht das Opfer als solches, vielmehr das sOy/zoLsr-rov zzl 1>£00L>i; r,t>0;, die Gesinnung der Dankbarkeit, der Gottesliebe überhaupt die Hauptsache ist. Philo steht auch hier wieder ganz auf peutateuchischem Standpunkt. Der Mosaismus, ja die ganze biblische Zeit kennt das Wochenfest nur in seiner agrarischen Bedeutung, weiss nichts von einer geschichtlichea Bedeutung desselben, wie etwa von der Yeibindung desselben mit der geschichtlichen Thatsache der Offenbarung. Der officielle Name ist da theils הג השבעות theils הג הקציר, was auf nichts anderes als agrarische Bedeutung weist, die Feier in nichts anderem als in Opferritual bestehend, und sind die שתי הלחם של ע׳ das eigenthüm-