Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Nomos
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 499 (sequence 10)
- Language
- German
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Der Nomos in phiionischer Beleuchtung. 490 meine, dass also zu construiren sei; io* yl; ist die bekannte relntivische Anknüpfung im Griechischen für £י;ד a Subject zu s^o;;-oto0T7.1 ist 7vSv׳rr,x.0'7T0 aus dem Anfang und übersetze : ״es wird der 50. Tag gezählt; ein Siebend von Sieben, so dass., indem die o.ovi; noch die heilige Zahl derselben beschließet oder abschliesst, die oin Abbild des unkörperlichen Gottes ist, sie selbst der Gottheit nach der Einzigkeit gloichtu, \Venn die Richtigkeit der Erklärung zugegeben wird, so ist damit weiterer Zweifel, wie er bei Tisch, an der Richtigkeit der LA. erregt wird, behoben. Weiter wird auf den Umstand!angewiesen, dass die Zahl 50 die Summe der Quadrate der Seiten des rechtwinkligen Dreiecks, dieser elementarsten und darum wichtigsten der Figuren darstellt, die Seiten zu 3, 4 und 5 angenommen, was umso bedeutsamer sei, als das rechtwinklige Dreieck, dieses und nicht die Zahl seihst, wie Gfrörer, Philo a. a. (). H, 287 sagt, das Princip der Dinge sei, was ihre Erschaffung und Zusammensetzung betrifft, so wie es in der Parallelste!le De Vit. (1out. II, 4SI M. heisst, wobei dahingestellt.bleiben mag, wie er das vorstanden wissen mag; es ist eine Unbestimtheit, Unklarheit, an der bekanntlich die pythagoreische Zahlenlehre selber, der Ausgangspunkt dieser ganzen Zahlensymbolik, leidet. Mag dies uns Modernen, was es in Wirklichkeit ist, nur Zahlenspielerei scheinen, die Alten und nicht wohl bloss der Aloxandrinismus glauben so sehr an den Ernst der Sache, dass ihnen durch nichts sonst besser die Heiligkeit eines Tages, wie liier der Pentekoste erklärt scheint. Aus diesem und keinem andern Grunde sind die Pfingsten bei don Therapeuten gar das höchste Fest im Jahre, aber nur bei den Therapeuten, dieser Secte des Judentums, nicht beim ofliciellen Juden־ turn, wie Conybeare in seiner Bearbeitung von de Vit. Cont. annimmt, indem er sich offenbar durch den Ausdruck 4u£v7׳׳r/i; eo0T?;c De V. Cont. II, 1781 ff. leiten liess. Die Art der Eestfeier bei den Therapeuten, die berühmte l'Iscwu/(;, ist von Gfrörer a. a. 0. so erschöpfend nach Philo’s de Vit. Cont., dieser, wie bei L. Cohn, Einteilung und ChrooologiederSchriften Philo’s, zu lesen, heute, als acht erwiesenen Schrift, bereits be״ arbeitet, die Erklärungauch für diese eigentümliche Feier dass nämlich darin eine Nachbildung der Feier der Pessachnacht zu erblicken, 80 überzeugend gegeben, dass darauf hier nicht weiter eingegangen werden soll. In einem Punkte etwa wäre Gfrörer zu berichtigen, nämlich, dass er die Thera-־ 32*