Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Nomos
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 498 (sequence 9)
- Language
- German
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498 Der Nomos in phiionischer Beleuchtung* Philo besteht, clor Zusammenhang entsprechend der rein agrarischen Bedeutung, die er beiden giebt, darin, dass an beiden Festen eine Erstlingsgabe dargebraeht wird, mit der Abstufung, dass am Wochenfest die ״fettere, ansehnlichere־״ dargebracht ,wird. Den tiefem, geschichtlichen Zusammenhang der den beiden Festen zu Grunde liegenden Ereignisse und damit den tiofern Zusammenhang der Feste selber sah und konnte er nicht sehen, zumal, weil ihm die geschichtliche Bedeutung des letzteren völlig unbekannt geblieben. Er setzt darum auch nicht das Passahfest selber, vielmehr den Omertag und das Woclienfest in Beziehung zueinander. Anders in den talmudiseheu Kreisen. Zwar nicht Talmud und Midrasch selber, soweit ich .sehen kann, ahor die der talimulischon Richtung nahe stehende, die Resultate talmudischer Forschung nur weiter verarbeitende jiid. Religionspbilosophie des Mittelalters sieht in dem, was das Wochenfest von geschichtlichen Dingen feiert, in der Offenbarung, nur den Schlussstein dos ganzen Erlüsmigswcrkes, das mit dem Exodus begonnen, man vgl. Main!, im More 111,43: היה הכוגה וההכלי׳ (sc. שהוא (יום טרזן הורה ביצאהב. Das Wochenfest• selbst wird bei Philo, und das wohl zum ersten Mal in der theologischen Literatur — de Sept. hat dafür noch ioz-r'ry s[i30;;.iSwv — mit IhvT7,/7׳0״r/, Pfingsten eingeführt, was im Grunde nichts anderes ist als die biblisch.0 Bezeichnung ה; השבועות. Durch beides wird die Zeit, der Tag des Festes bestimmt״ Aber während die talmudische Richtung nüchtern dahinter nichts weiter sucht,und חג השבועות, wie auch das tiebetritual, auf talmudischer Richtung fussend, das Fest nennt, auch da nichts weiter als Terminbestimmung ist, legt Philo der Eünfzigzahl des Festes einen besonders tiefen mystischen Sinn unter, liier wieder einmal den der alexandrinischen Schule daneben doch anhaftenden Zug zum Mysticismus nicht verleugnen könnend. Sie ist ihm ihrer Zusammensetzung naejh 49~f־־L nach der ״Eins״ die darin enthaltone Abbildung der Gottheit. Sprachlich bietet hier der Ausdruck vap svtstvv,? r.yipx 77svt^z.octto X. sßö07.Y) z<0' al: Upov xpiftuov £7:170pav1^0{/.£v7,s p-ovxSog, r;n; i. ac.cop.a־co; ■ffsoCI elKcov, tk<T> zxtx *rry p.dvco<7tv s^otp.ooö?a1, wie die Stelle in der Tischendorfschea Ausgabe mit besonders künstlichem Periodenbau lautet, p. 56, Z. 12 und 13, einige Schwierigkeit. Ich