Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Nomos
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 497 (sequence 8)
- Language
- German
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Der Nomos in philonisolier Beleuchtung. 4 \\7 als die dem Range nach zweite Getroideart, auch dem gewissennassen noch unfertigen Charakter der Natur draussen hat angepasst sein sollen. Etwas dunkel ist in demselben Satze 7:po; c&v: u^spjisJirr/.oTcov /oy.'tlv, so nach dem Lau reutianus zu lesen. Tiseh. wusste offenbar mit der L. A 'j-zfiz• [ir(x67<ov gar nichts anzufangen, er ändert darum die Lesart in 07:o[^^yr/.67׳o>v nach Mangey’s Vorgang, wonach der Sinn wäre: dio Darbringung des עטר dient dazu, den Genuss der geringeren, zweiten Getre'deart, der Gerste, erlaubt zw machen, freizugeben. Das die Auffassung MangeyN von dem fragliehen 0~י7גי>:ד6:/ץ7צ]3{)ס wofür er sich auf Besychius beruft. Das aber ist sachlich nicht einwandfrei, man müsste denn annehmen, Philo habe •vorerst den Genuss von הדש auf die geringere, zweite Gctrcidcart, eben Gerste, eingeschränkt wissen wollen, etwa bis die Erstlinge von der Wcizenfrueht dargebracht sind. Es ist aber g;1r kein (!rund, sich zu so gezwungener Annahme zu entschließen. Die L. A. des Laut*. ÜTusp^-iriZ.67׳cov giebt in der nächsten Bedeutung des ״an Güte U ebertreffen״ sehr ׳wohl oinen gesunden Sinn. Nach mancherlei Deutung, die ich selbst versucht, gebe ich der Erklärung, die ich der privaten׳ Mittheilung Prof. Leo!). Cohns verdanke, den Vorzug, wonach der Sinn der ist: עטר giebt auch das Vorzüglichere, wie Weizen, und nicht, bloss Gerste, von der es selber ist, zum Genuss frei, was sprachlich wie sachlich einwandfrei ist. Auf Grund des bekannten Brauchs, von da an die Tage bis zum nächsten Feste zu zählen, gelangt Pli. weiter zu der Erkenntniss, dass die Darbringung der Erstlingsgarbe eine Art Vorfest bildet zum Wochenfest. Es ist das ihm gleichsam die Brücke, die von einem Fest zum anderen geschlagen wird. Auch hier berühren sich die Ideenkreise, alexaudrinischo mit palästinisch-babylonischer Anschauung.- Bekanntlich hat das haiachischo Schriftthum für Wochenfest die Benennung עצרה, nicht die biblischen Bezeichnungen, Erstlings- oder Wochenfest, wie in שהי הלה ם של עצרה, mit. der Begründung, dass ־wie Succoth sein עצרה habe, solches für Pessach im Wochenfest gegeben sei, vgl. den Ausspruch des R. Josua Levi ראויה ה׳ עצרה של הג להיות רהוקה כשם שעצרת של פסח רחוקה המשים יום (Pesikta). Es ist das der sprachliche Niederschlag einer Anschauung, die das Wochen fest in Zusammenhang bringt mit Passah und darin gleichsam den spät gefeierten Schluss des letzteren sieht. Für Monatgsohrift, 47. Jahrgang״ .־