Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 484 (sequence 4)
- Language
- German
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484 1)ie AViodtri»1׳rhteI11.11g l&iatds unter den Acliämeniden. sämtlicher Exegeten ab, Nach ihr stellt Neh. 11 in gar keinem Z1>.8 :!mmen hang mit der Liste von Neh. c. 7, wohl aber mit Nell. 7,4—5, woselbst der Beweggrund für die in Neh. II geschilderte Ausführung angegeben wird. Neh. 11 befindet sich demnach ganz am Platz. Wenn auch die Volks- Zahlung zum Zwecke der Vermehrung der Einwohnerschaft Jerusalems, bei welcher Gelegenheit auch die alten Listen verglichen worden sind, und zum Beweis der Legitimirung der gegenwärtigen Generation, schon Endo des Monats Elul statt fand, so konnte man doch au die Realisierung dieses Projoctes erst nach dem Neujahrs- und Laubhüttenfest und nach der darauffolgenden Bundesschliessung gehen. G r a e t z hat hier ganz das Richtige gefunden, wenn er (G. d. J. II, 423) sagt, dass auch die Vergleichung der Liste lediglich zum Zwecke der Vermehrung der Volkszahl in Jerusalem geschah, denn nur legitimierte Familien sollten in Jerusalem wohnen dürfen. Aus dem divecten Zusammenhang von Vers 5 mit dem Vers 4 in Neh. c. 7 lässt sich doch nichts anderes als eben dies herausieson. Der zehnte Theil der Landbevölkerung wurde bewogen, nach Jerusalem zu ziehen, u. zw. wurde der Zuzug durchs Loos bestimmt. Ausser die>en gab es aber noch manche Landbewohn er, die freiwillig nach Jerusalem zogen, und diese freiwilligen Zuzügler erwarben sieh den besonderen Dank des Volkes1). Neh. 7, 3 b ist eine Vorausschickuiig für 25-36,'daher ist die Auffassung von Gractz und Bertholet, wonach die Worte ובער' יהודה ישבו als die Bezeichnung des ursprünglichen Wohnsitzes der jetzt nach Jerusalem gezogenen nicht ganz richtig. V. 25—36 ist dann eine nähere Ausführung von 3 b und braucht nicht mit Marquart als späterer Zusatz angesehen werden. Auch in N e h. 0. 12 ist unserer Darstellung nach der Gang der Ereignisse ein sehr regelmässiger. V. 1—26 ist eine Fortsetzung von Neh. 11. Auch hier werden Listen aus der Zeit Serubabels zu dem Zweck mit denen der Gegenwart verglichen, um die letzteren zu illustrieren. Nachdem die Bevölkerungsfrage Jerusalems und deren Legitimierung gelöst war, ging man an die Mauereinweihung. Die Beschreibung des Herganges findet sich noch in einem Fragment der Nehemia-Memoiren, welche uns der Sammler hier in Neh. c. 12 v. 27 bis ungefähr 44 mittheilt. Bei >) Vgl. Neh. 11,2,ויברכו העם לכל האנשים המתנדבים לשבת בירושלים: