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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 463

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Über Abraham bar Chijja's "Buch der Enthüllung"
Date
1903-01-01
Page
Seite 463 (sequence 17)
Language
German
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Heber Abraham bar Chijjas Buch der Enthüllung. 41)3 hören ־werde, wahrend die Anderen meinen, dass dann Gott abermals die Dinge der Möglichkeit nach schaden und sie zur Wirklichkeit bringen werde, und ebenso ein drittes, ein viertes Mal und so weiter1). Diejenigen, die keine Zeitgrenze annehmen, stellen naturgeniäss auch keine Forschung über das Ende der Zeit an. Von den Astronomen lehren die meisten gleichfalls die Endlichkeit der Zeit, nur dass sie mitunter die ungeheuerlichsten Zahlen für den Welthestand annehmen2). Als feststehendes Ergebniss darf demnach die Zeitlichkeit der Welt angenommen werden. Dagegen sind wir, wie selbst die Weisen der Völker zugestehen, aus eigener Erkenntniss nicht im Stande, die Dauer des Weltbcstande8 zu berechnen. Darüber können wir eine Aufklärung nur aus der heiligen Schrift und aus den auf* göttlicher Inspiration beruhenden Ueberlieferungen unserer alten Weisen gewinnen5). l) Damit ist wohl dio Lehro Plato’s von den aufeinander folgenden Weltweiten gemeint (Tim. 3.9 D), auf die sieh auch eine Bemsrkung Saadias in der Einleitung zu soinem Jezirakommentar bezieht. Vgl. Guttmann, Religionsphilosophie des Saadia, •S. 49, Ar merk. 1. ־) So hatten die indischen Weisen gelehrt, dio darin am weitesten gingen, dass Gott hoi der Schöpfung dio Gestirne am Sternbihl des Lammes befestigt habe, und dass es einen /eitrau 111 von 4,320.000 Jahren dauern werde, bis sie in ihicr Bewegung nieder an diesem Punkte würden angelangt sein; dann werde Gott mit ihren nach seinem Wohlgefallen verfahren. Das stimmt in der Tliat mit dor!.ehre der Inder iiborein, nach der die aus vier Weltallorn hostohendo grosse Periode oder Mahäjuga uinen Zeitraum von 4,32* Miül) Jahren umfasst. (Lassen. Indische Alterthumskunde, B. 1 % Leipzig 1807). Die arabischen Schriftsteller Maandi und Albiruni können diese Zeitrechnung der Inder (Rainaud, Memoire the our Plndo, »S. 224 fg.) und wahrscheinlich hat A. b. Ch, seine Kenntnis aus ihnen geschöpft. Uober die Ungeheuerlichkeit der Zahlen an gaben der Inder vgl, auch Kusari I, 60. Andere nehmen für den Umlauf der Gestirne bis zur Rückkehr an ihren Ausgangspunkt einen Zeitraum von 3(3.000 Jahren an (Vgl. Dio Lehre von dor Woltseelo (lautere Brüder) übers. - von Dielerici S. 69), Eine Weltperiode von 36.425 Jahren nahmen die Charbanija, eine Sekte der Ssabier, an (vgl. Schahrastam, übers, v. Haarbrücker II, S. 74), wieder andere einen solchen von 3(30,000 Jahren (nach Weltseele S, 53 soll das die Lehre der Inder sein), dann wieder andere einen von 12.000 Jahren (Weltseele S. 53) und Manche einen von 49.000 Jahren. Endlich giobt es eine An־ sicht, die den Bestand der Welt auf 7000 Jahre berechnet (Weltseele 8, 53), und zwar soll sie je 1000 Jahre unter der Herrschaft eines der Planeton stehen, im siebenten Jahrtausend aber unter der Herrschaft dos Saturn untergohon, womit, abgesehen von dor Herrschaft der einzelnen Gestirne, auch dio Ansicht unserer alten Weisen übereinstimmt (vgl. Talm, b. Rösch ha-Scbana ■fol. 31a). 8) Fol. 184 a (Schluss der Pforte I) ואם דזכעי הנד ב אשר אין להם

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