Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Über Abraham bar Chijja's "Buch der Enthüllung"
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 459 (sequence 13)
- Language
- German
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Heber Abraham bar Chijjas Buch der Enthüllung. 45b der Vorstellung existirt1). Wenn gesagt wird, dass die Dinge in der Zeit existiren, so ist das nicht so zu vorstehen wie die Existenz eines Dinges in einem anderen, sondern 80, dass das eine Ding an dem anderen haftet und zu ihm in Beziehung steht. Alle Dinge in der Welt, sowohl diejenigen, die, wie die Körper, eine dauernde, als auch diejenigen, die, wie die Accidentien, eine nur vorübergehende Existenz haben, sind von der Zeit untrennbar und kommen in der Zeit zur Wirklichkeit. Da der Begriff der Zeit für das Verständniss der Lehre von der Weltdauer von wesentlicher Bedeutung ist, so soll er auch noch auf einem anderen Wege festgestellt werden. Alle geschaffenen Dinge haben zuerst der Möglichkeit nach existirt und sind dann erst zur Wirklichkeit gelangt, denn was nicht der Möglichkeit nach vorhanden war, kann auch nicht zur Wirklichkeit gelangen. Wie bei der Thäxigkeit des Menschen der Gedanke an die Handlung und die Erwägung, wie sie zu vollbringen sei, der Handlung selbst vorangehen, so ist es auch bei der göttlichen SchÖpfertkätigkeit-. Der Gedanke an die zu erschaffenden Dinge ist das Erste, was sogar noch der Existenz der Möglichkeit nach vorangeht; von der Existenz der Möglichkeit nach gelangen dann die Dinge zur Existenz der Wirklichkeit nach2). Dieses Voran- ף Fol. 178b: [,•סבאן אשרו על הזמן שהוא תל!־״ בנסצאית -־־:משך אליך בל היצורים נמצאים בו והוא אינו נמצא אלא בתוך הדעת ונראה בעין הלב.• Auch Aristoteles lehrt, dass die Zeit i1״־ der Wirklichkeit nicht ohne das Zählende, und das Zählende nur der Verstand sein kann. Phys. IV, 14. 223, a. 25. z\ §s av^sv 7.AA0 rrioozsv y.pdfaslv 7, 7.7.1 ,0£7ל׳ vou;, y.öOvzTov slvxt ypovov yy/r[' ur, 00 77,;, yaa y, יסד j סד 0 2ד0דד ov iovtv 6 ycovo:, oiov sl i'tbzy 1*7x1 zivr.oiv sem 7.71'j סד .:;?/*סלי Ss ע£00ד06דד y,7X 'דסבבדסס iv /.cr/icst■ £׳rr׳lv. /povo: i)i יד7.0ד SOTtV Yi aptO’UY^Z 37׳TLV. 2) Fol. 180 a. In der zweiten Pforte fol. 185 a fg. führt A. b. Cb. aus, dass sich die Schrift bei der Erschaffung der JDinge, solange sie nur im Zustand der Möglichkeit bestehen, durchweg des Wortes מריאה bediene, während יצירה und עשייה nur' von den Dingen gebraucht würden, die bereits von der Möglichkeit zur Wirklichkeit gelangt sind. Das wird geistreich an einer Anzahl von Schriftversen nachuewieseu und auch durch den Ausspruch der Miachna (Aboth 5, 6): עשרה דבריב נבראו בערב שבת. בין השמשות unterstützt. (Abravänel giebt au, dass Nachmanides diese Ausführung A. b. Ch’s benutzt habe, was ich aber nicht gefunden habe. Vgl. oben S. 453. Er selber verwirft sie im Pentateuchkommentar S. 76 a, während er ihr ממעלות אלהים S. 17 a zustimmt).