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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 443

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Vorlesungen Ad. Harnacks über das Wesen des Christenthums
Date
1903-01-01
Page
Seite 443 (sequence 10)
Language
German
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Di״? Vorlesungen Harnacks über das Wesen des Christenthums. 44^ sarea und dem von Hadrian an der Stelle von Jerusalem begründeten Aeüa-Capitolinn waren 11 eid enchriatlich; sie haben wohl auch einen Th eil der Judenchristen in sich autgenommen. Jedoch auch dieser hellenischen Gemeinden waren noch zur Zeit, da das Christenthum zur Staatsreligion erhoben wurde, nicht viele1). Die Erfolge aber, die dem Christenthum in dem Volke, aus dem es entstanden ist und in seinem i[eimathlande versagt geblieben sind, sollte es in reichstem Masse ausserhalb seiner (י c burts statte finden, von den /, a 111 r e ich o 11 j ü d i s e h e n Niederlassungen aus, die I ti d 0 n v e r s c h i e d r n e n Ländern <1 0 s p a r t h i s e 11 0 1!, wie des röm; sehen Reiches bestanden, den Wegen t'o 1 g e n d, welche d a s J u <1 ontli u in g e h a 11 111, di e K e 1 <1 c r in A 11 griff n 0 h m o 11 (1 und p fl e g e n d, wehr h c״ d i e s e s b c r e i t s mit seinem S a a 1 g u t e bestellt II a t t e2). VII. Ein halbes Jahrtausend bereits vor dem Auftreten des Christenthums hatte das Jud ent hum sich als eine Religion erwiesen, die auch ausserhalb aller localen, politischen und nationalen Schranken ihre Kraft zu entfallen vermag. Die in das Exil nach Babylon Weggefährten Jude 11 blieben mitten unter einer mächtigen,, heidnischen Bevölkerung Juden und entwickelten ohne Tempel- und Üpf'crdionst ein starkes, geistig sie tief erfassendes religiöses Leben. Auch, als ein jüdischer Staat wieder erstanden und in Jerusalem wieder ein Tempel errichtet worden war, blieb ein grosser Theil der einst in die Euphratländer verpflanzten Juden dort wohnen, und von ihnen kamen Jahrhunderte lang hervorragende religiöse Führer und Gesetzgeber in das alte Ileimathland. Von Babylon aus verbreiteten sie sich weiter nach Osten, nach Medien,־ Persien und Indien, südlich nach Ärabien, nördlich und nordwestlich in die Länder des Kaukasus und an die Küsten des schwarzen Meeres, nach Syrien und Kleinasien. Von Palästina aus fanden, insbesondre seit der Zeit Alexanders d. Gr., mehrfach starke Auswanderungen nach Aegypten statt, von dort nach Cyrene und längs der ganzen Nordküste von Afrika bis nach Spanien hin. Seitdem 8 (ג. Harnatk, die Mission u. Ausbreit, d, Chr 414—423. 2j S. das. S. 1. 8 f.

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