Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Paulinische Lehre vom Gesetz
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 14)
- Language
- German
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. *״ זי. ■י■■’-•:'׳i.Vj.. •'. V . I '..! 430 Di»* Pauli nische Lehro vom Gesetz. Tod־״ etwas genauer. Meinte Paulus wirklich, dass die ״sünd• liehen Leidenschaften“ erst durch das Gesetz ״erregt“ werden müssten? Wohl schwerlich1). Denn das ״Fleisch“ und die ״Begierden des sterblichen Leibes“ und das ״Gesetz in den Gliedern“ usw,, von denen vorher und auch nachher noch so viel gesprochen wird, sind ja schon früher da und bedürfen gewiss nicht erst einer solchen ״Erregung“ durch das Gesetz. Auch könnte ja dann von solchen, ״die da ohne Gesetz sündigten“ (Rom. 2, 12) überhaupt gar nicht mehr die Rede sein. Dazu sagt Paulus noch an einem anderem Orte (Rom. 5, 13) ausdrücklich : ״Denn Sünde war da in der Welt auch schon vor dem Gesetz, wird sie auch nicht ungerechnet dort, wo kein Gesetz ist.“ Weshalb sie aber dort nicht ״ang e r e c h n e tu wird, das erklärt Paulus selbst gleich weiter (V. 14): ״Der Tod hat dennoch von Adam bis Moses geherrscht, auch über die, welche nicht gesündigt haben in derselben Weise der Verletzung eines Gebotes, wie Adam, der das Vorbild der Zukünftigen war2״). Ferner ebenso (Rom. 4, 15b): ״Wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine TJ e b e r t r e t u n g,6־' und wieder: ..Denn was durch das Gesetz kommt, ist Erkenntniss der Sünde“ (Rom. 3, 20). Oder : ״Was wollen wir nun 8agen: ist das Gesetz Sünde? Nimmermehr! Aber die Sünde wäre mir nicht zur Erkenn tniss gekommen, wenn nicht durch das Gesetz“ (Köm, 7, 7). Man sieht also ganz deutlich: Zu Grunde liegt hier überall: erstlich die Vorstellung, dass Sünde wesentlich ״Uebertretung“, d, i. Verletzung eines (positiven) göttlichen Gebotes sei. Es liegt dies nicht an und für sich in dem Begriff der Sünde, welcher vielmehr alles fleischliche Thun und Treiben — es sei dasselbe verboten oder nicht — in sich befasst Aber so ist es historisch geworden, einestheils ג) Pierson ט. A. (bei Lipsius z. St. Rom. 7,0. S. 137) tilgen in der That das t7. (Sii tgO vojagu), wodurch der Sinn der ganzen Stelle, wie man leicht sehen kann, sofort wesentlich modificierterscheint. צ) Genauer: »in derselben Weise der Uebertretung« (= £77? t<o <ip.Guop.XTt Tyfe Trafx^xffsw^ Cf. Sifra, Vaj. (ed. Weiss) p, 27a: ר׳ יוסי או• אם נפשך ליייע מתן שכרן של צדיקים לעתיד לבא צא ולמד .מאדם הקדמוני שלא נצטוה אלא סצוה אחת בלא תעשר, ועבר עליה ראד, במה מיתות נקכבו לו ולדורותיו. Zu dem gleich darauffolgenden:,ובי איזה מדד מרובה מדת הטובה "או מדת פורענות הוי או* מדת הטו; vgl. man noch Rom. ib. S. 15: *doch nein, es ist bei der Gabe der Gnade nicht so wie beim Pall usw.«