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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Paulinische Lehre vom Gesetz
Date
1903-01-01
Page
Seite 429 (sequence 13)
Language
German
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Die Paulinische Lehre vom Gesetz. 429 ־־־ nufc Ausnahme einzelner seltener Fälle — vollständige Sündlosigkeit zu erwirken1). Und zwar auch hier aus keinem anderen Grunde, als nur ״wegen des Fleisches“. Aber es befähigt uns dasselbe doch, dies ist jedenfalls di<s vorher!•- sehende Ansicht, der Sünde •mit einigem Erfolg entgegenzutreten, und je nachdem der einzelne Mensch sich dies, eben unter Anleitung des Gesetzes, angelegen sein lässt, steht er vor Gott gerechtfertigt da2). Nach Paulus hingegen ist dies nicht nur nicht der Fall, sondern — gerade durch' das Gesetz wird die Sünde erregt und gemehrt (Köm. 7, 5; 5, 20), und wird dieselbe erst recht zur Sünde, oder, wie er sagt: ״sie sollte als Sünde offenbar werden, indem sie mir mittelst des Gebots den Tod bewirkte; erst recht versündigen sollte sich die Sünde mittelst des Gebots“ (Köm. 7, Id). Ja, nicht bloss 80, sondern dies allein ist und war auch nur von allem Anfang an der von Gott gewollte Z vv c* c kÄ) des Gesetzes. ״Das Gesetz aber ist dazwischen gekommen, damit die Ucbertretung völlig werde“ (Ilörn. 5, 20). ״Wa* aber ist es mit dem Gesetz? Es ist der Uehcrtretungen willen hinzugekommen, bis dass da käme der Samen, dem die Verheißung gilt u8w.a (Gal. 3, 19). Betrachten wir zunächst den zuerst angeführten Satz Jtöm. 7,5: ״Denn da wir im Fleische waren, bewiesen sich die durch das Gesetz erregten sündlicheu Leidenschaften wirksam an unseren Gliedern, Frucht zu bringen für den 9 S. z. B, Sabb. 05a (Vaj. r. C. 50): אי] מיתה בלא חטא: Sann. 40 b, wonach auch die Gerechten der Siilme durch das Grab bt'düifen : Vaj. r. C. 4: א• י, שמואל בד אמי כל מד. שסיגל אדס מצות ומע״ט אינו מטש״ק לדבר ד,ייצא מסיו (cf. Tanna de-he Elia 81a. 0. 10: .יאפי׳ אס אדם עושר כל זאת אינו מספיק להבל. היוצא מפיו אפי׳ שעד אחת). Vgl. Weber a.;י. 0. S. zyl : ״yümiluMgkeit ist an sieh mogln 11, sei os im absoluten, .sei es im relativen Sinne (Reduktion der Süuvle auf einige wenige Fülle) : aber sie lügt licht im Bereich der Erfahrung. Das Allgemeine ist die Sündhaltigkeit, wonach jeder vom Jezer überwältigt wird und Gebertietungen begeht״. 2) S. stellen wie Aboth VT, l: ימרחהתו מן החטא ובקרבתו לידי זכות; ib. 7: נדולדתי׳ שהיא נותנת חייס לעושיד בעוהיז ובערד.״ ב. .Speeieli ge־ gei.über dem Jtzer ha־ra: Kidd. 50 b; Bab. batbra 1(5 a : ברא יצ״ה ברא תבלין כננדו (Vgl. Lazarus, Fthik d. Jud. S. 264). Eruiert wird der jeweilige Stand des Menschen vor Gott dadurch, dass die Gutthaten und Verdienste, ebenso wie die Sünden, gezählt, aber auch gewogen werden. Daher z. B. Aboth iv, 2: למצות קלה כחמורה p הוי (cf. II, l i. S. auch den oben (S. 421, ,Anm. 2) bereits cilirten Satz: יש רונה עולמו בשעה אחת etc. ג{) Vgl. Grafe a. a. 0. S. 10. i

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