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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 426

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Paulinische Lehre vom Gesetz
Date
1903-01-01
Page
Seite 426 (sequence 10)
Language
German
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42<) Die Paulinische Lehre vom Gesetz. aber die Sünde erscheint bei ihm fast ganz so personificiert; sie ״lebt*“, ״betrügt״ ,״״tödtet״ ,״handelt״ (Rum. 7, (J. U, 17. 20) ganz ho wie der leibhaftige Jezer lm-rn in Talmud und Midrasch1). Ebenso hat Letzterer auch im ״Leibe״ seinen Sitz — und treibt mit ihm und durch ihn sein Unwesen - gerade wie die paulinische Sünde in dem Fleisch oder gleichfalls im ״Leib״ und in dessen ״Gliedern״ mit ihren ״Begierden״ ,״Leidenschaften“ und ״Gewohnheiten״ (Rom. % 12; 7,5.8. 13. 14). So sagt Weber: ״Dass der Leib nicht bloss als der vcrwe81ic.be unrein ist, sondern weil er der Sitz des Jezer ha-ra ist, sehen wir aus Bemidbar r, 0. 13 : -,Wehe dem Teig, über welchen der Blicker' selbst das Zougnisä ablegen muss, dass er böse i8t‘\ Kr ist es aber, eben als Sitz des Jezer hn-ra, welcher im Leibe das ist, was der Sauerteig im Teige: eine gänrende, treibende Macht״-). Dagegen ist die Seele — der paulinische ״Geist״ — rein und ihr Beruf, mit den ihr innewohnenden Kräften der Weisheit der ״gute Trieb“ zu sein und gegen den Jezer ha-ra das Gute zu fördern. ״Wenn sie den Jezer ha-ra walten lässt, so vollbringt, wohl e r die Sünde; aber die Seele ist verantwortlich, denn ohne ihre Einwilligung hätte er es nicht thun können׳״’״). Doch wird letztere Frage, nämlich die nach der Verantwortlichkeit — welche übrigens auch Paulus ja nicht leugnet — gar viel und scharf ventiliert4)•;שהשטן משיב עליה. Bestimmter freilich erst von R. Simon b. Lakisch 1 Hab. bathra 1(3 a): הוא שט; הוא יצר הרע הוא מלאך הצרת. Hier also auch mit dem Tode: vgl. Rom. 8, 2: ״Denn das Gesetz des Geistes, des Lebeus hat in Ohr. Jesus freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes*. Wahrscheinlich aber kannte Paulus auch den מלאך המות selbst; 8. Rom. 5, 14: 0 i>avzT0: sj7.7D.su73 und Schöttgen z. •St. ג) Vgl. Weizsäcker a. a, 0. S. 127 f. ״Aber Paulus redet nicht bloss von den Sünden, sondern auch schlechtweg von der Sünde . . .. er denkt unter dem einheitlichen Begriff einen Zustand und eine Macht, 30 dass er von derselben, wie von einer Person sprechen kann. Zieht man auch alles Bildliche ab, so bleibt immer die Vorstellung einer wirksamen Kraft״. Viel zu schwach jedenfalls Lipaius zu Röm. 7, 11 (a. a. 0. vS. 139); -Der Ausdruck i:!7,דד ä 7׳;77׳ z ist aus Gen. 3, 13 LXX. Was dort von der Schlange erzählt wird, ist hier auf die auL7.0T׳lz übertragen״. — Für den Jezer ha-ra s. Weber, System der altsynagogalen pal. Theologie, S. 225 ff 2) A. a. 0. S. 221 f. Die von Weber mit angeführte Stelle aus Schein, r. C. 15:;מיצר הרע שיש בנום notirt bereits Schöttgen zu Rom. 7, 24 : sx. 5סד <koia3ctg; 05ד tly.vivou יסדססד^- S. Anhang Kr. (5. ») Weber, das. S. 222. *) S. die von Weber angeführten Stellen Sank. 91b; Tanchüma.

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