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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 420

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Paulinische Lehre vom Gesetz
Date
1903-01-01
Page
Seite 420 (sequence 4)
Language
German
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420 נ >i© PauliniRche Lehre vom Gesetz. Welchen linderen Sinn hätte es sonst auch, wenn Paulus, ohne sich weiter daiül er zu erklären, aus jenem Verse einlach die Schlussfolgerung zieht, dass ,,Alle, die von Gesetzeswerken ausgehen, unter dem Fluche sind“? Oder wenn er auch an einer anderen Stelle (Gal. 5י o) sagt: ,,Wiederum bezeuge ich jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er schuldig ist, das ganze Gesetz zu thu!1K *.,ף Und da ist es denn auf den ersten Blick fast befremdlich, zu sehen, wie er sieh darin mit. einer der Säulen des traditionellen Judenthurns berührt. ״Als U. GamaLel (IT)64, so erzählt der Talmud, ״diesen Yers las (Ezecli. 18. Ü), da weinte er und sprach : wer alles dies■ erfüllt (die im Uzecliiel vorher aufgezählten Dinge), ״״der ist gerecht und wird lel>enau, nicht aber, ach, der nur eines davon erfüllt iw Worauf ihm Akiba, unter Hinweis auf eine analoge Steile (Tev. 18, 4צ), bedeutet-, dass allerdings auch schon eins davon genügt,2). Entschieden tendenziös ist ferner auch der in gleicher Richtung (mit E. Akiba) sich bewegende Ausspruch des U. Chanonja b. Gamaliel: ״Wenn schon die Uebertretung auch nur (* i n c 8 Gebotes den Verlust des (ewigen) .Leherns nach sich zieht, um wfie viel mehr muss die Erfüllung auch nur eines Gebotes uns das Leben sichern415). Dass das ״Ausl) S. bereits oben (S. 326) die Nutzanwendung, weiche Wo :2 -;ick er von diesem Verse macht. Auch Lipsius (za unserer St.;!.a, 0. S. 07) sagt: ״Die Beweiskraft der Steile für den Satz des Apostels, dass Alle, die mit Werken umgeben, dem Fluche verfallen sind, liegt in der stillschweigenden Voraussetzung. dass die Erfüllung aller Gebote durch Alle eine Unmöglichkeit sei1 * 3". Vergl. übrigens noch Gal. 6, 13 (Rom. 2. 17—25): ״Auch die si« h beschneiden lassen, halten das Gesetz für sich nicht“ usw. and Weizsäcker a. a. 0► S. 13(i, 696 f. ף Sanhodrin Sia: כשהיד. דה מניע למקרא הזה היד. בונד, ואידי׳ מאן דעביד לכולהו הוא דהייא בהדא מנייהו לא א״ל ר־יע אלא מעתה etc. — Die PaialieJstelie hlakkoth 24 a weist einige Varianten auf. Interessant ist hier in% der Erwiederung R. Akiba’s (nach unserer Lesart): איל סי כתיב עושה כל אלה עושה אלה כתיב, wovon auf das pauiinisch.0 -ל*; ,and 7ד -cSct x. ד. A. neues Licht fällt. 3) M Makk. III, 15: בה אב העובר עבירה אהת ניטל :פשו עליה העושה מצוד. אהת על אתת כמה רכבה שתית; לו נפשו (Nach der Erklärung Eascbi's: דסדה טובה מדובה על מדת פורעניות). Dem Satze hegt — anders wie gleich in dem vorhergehenden^ Aussprüche desselben Autors — keine Schriftau&legung zu Grunde. Erst B. Simon, nach welchem auch schon die blosso Nichtübertretung eines Gebotes hinreicht, gibt eine solche, gleich darauf: יי שפעו; או׳ ממקומו הוא למיד שנא׳ ונכדתו הנפשות העושות ונו׳ דאו׳ אשי ידמה אותב האדם וחי בהם.

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