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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 416

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 416 (sequence 18)
Language
German
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416 Der Nomos in philonischer Beleuchtung. Erden. Der Priesterstand, der später aus ihm durch Wahl hervorgogangen, übernimmt nur die Rolle, die ursprünglich der Gesammtheit gehört hat, . empfängt sein Mandat aus ihren Händen. Ferner: mit dem Moment, da Israel” den Schauplatz der Weltgeschichte betritt, ist auch die Kirche da. Der Anfang israelitischer Geschichte bedeutet, zugleich die Gründung der Kirche auf Erden, indem es die erste geistliche Gemeinschaft, die erste Vereinigung zu höheren geistlichen Zwecken ist, die uns in der ersten Passahfeier entgegentritt. Der betreffende Text, Ex. 16 ,צ spricht auch ״nr nicht von Volk, Menge überhaupt. Kirche nennt er dir. Vereinigung. Es scheint die Uebersetznng der LXX ־7׳vv7.vci- 77h an dieser Steile, dieser Theorie zu Grunde zu liegen. Vergleicht man damit die Theorie in der späteren mittelalte!> liehen Religionsphilosophie von der allgemeinen Verbreitung der religiösen Anlage in der jüdischen Natio-n, bekanntlich von Jehuda-ha-Levi im Kusari lib. I, § D5, ed. Slucky, aufgestellt, so sieht man, wie der Gedanke, der hier von Philo niedergelcgfc ist, von fundamentaler Bedeutung in der Geschichte jüdischer Religionsphilosophie ist. Von Religionsbräuchen beim Genuss des Passah keimt er sowohl das Gebot des צלי אש wie des וצצות על פרורי׳ יאכלוה', wie aus den Quaest. £ 15 zu ersehen, die er einfach aus der Schrift selbst entnommen, sie sämmtlieh mit einer, auch mehreren Deutungen begleitend, 'wovon die eine darin die buchstäbliche den geschichtlichen Gründen nachgehende, die andere allegorisch ist. Es würde zu weit führen, aut dieselben hier näher oinzugehen, sie sind der anderweitig bekannten Philosophie Philo’s gemäss. Wiederum bringt das Buch De Svpt. eine Bereicherung, und das von besonderem Interesse, als sie zeigt, dass Philo doch auch eine gewisse Vertrautheit mit halachischen oder traditionellen Bestimraungen, so weit sie zu seiner Zeit schon da waren, besitzt, indem an der Stelle II, 292 fiL M. XXVI p. 51 Tisch, des Brauchs gemeinsamen Passahmahlos mit den Worten t&v 17:1 ׳va Gucchix ׳TuvsiAsvuivcov Erwähnung geschieht, das sich vollsiiindig mit dem פפה כאבל בחבורה deckt und gleich darauf auch der Pessachhaggada, die in dem 7raTpj־ov 2i>0: coövves 0.st’ zuyor/ 7z xai üu.v<ov gedacht wird, entsprechend dem halachischen כופר עליו אה ההלל וא' עליו ברבת השיר babyl. Talm. Pessach, Mischna, Per. X, womit wir hier einmal ein werthvolles, striefcea Zeugniss für das hohe Alter speciell

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