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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 413

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Der Nomos
Date
1903-01-01
Page
Seite 413 (sequence 15)
Language
German
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Der Nomos in pbiloniseher Beleuchtung. 413 Das Passah- oder Ueherschr eitun gsfest. Die Passahfeier, womit das nächste Capitel beginnt, II 292, M., § 18 der Ilichter’schen, Cap. XIII der Tischendorischen Ausgabe ist von dem Unsrigen in voller Würdigung der hohen Bedeutung, die derselben zukommt, mit einen besonders reichen Kranz von Deutungen bedacht worden. Es ist nicht ein Zug in dem an sich schon so reichen Opferritual dieses Tages, der nicht von ihm theils homiletisch theils in rationell begründender Weise ausgelegt worden wäre. Audi halachisch bietet seine Darstellung mancherlei Problem, wie das von Philoforschern erkanntwurde, nur dass die Frage, wie wir weiter unten sehen sollen, falsch gestellt• ■י י ס worden. Zunächst unterscheidet Ph. ganz nach dem Buchstaben des Nomos oder pentateuchischen Gesetzes, beispielsweise wie aus Levit. 23, 4 if zu ersehen, Pussahfeicr und Fest der ungesäuerten Brode, indem ihm das zwei Feste sind. Er nennt erstereö und nur dieses 'Eopvn bta-}aT7,pt<ov ״Uuber.schreitungslest־״ mit nicht zu verkennendem Fortschritt gegen die Septuaginta, die sieh mit Herübernahrne des hebräischen Namens begnügen und Ex, 12, II mit 7;a<7yx i*7vi zop׳k> geben. Das Griechische hat unter den Alexandrinern Fortschritte gemacht, dies verlangt zur Zeit Philo’s eine eigene grieehisohe Prägung des Festnamens, und darf soorr, rWj־}xT/;0ü7<׳ als glückliche Uehorsetzung von פסה bezeichnet werden, indem es den geschichtlichen Hintergrund des Festes klar durchblicken lässt. Philo hat auch die geschichtliche B.edeutung der Passahfeier gebührend hervorgehoberi, ״sie ist“, sagt er a. a. O. ״ein Denkmal des Auszuges aus Aegypten״, dem Lande mit seinem Fremdenhass und dem verdummenden Thier dien 3t. Es ist ein Zeichen, dass kein anderes Ereigniss der jüdischen Geschichte sich in die jüdische Volksseele so eingelebt hat wie dieses, dass Philo und sagen wir allgemein die jüd.-alex. Schule diesem Feste wie keinem anderen den geschichtlichen Charakter nicht hat absprechen wollen. Dennoch konnte es Pli. nicht unterlassen, allegorische Deutung nach seiner Art hinzuzufügen. Es ist die von seinen allegorischen Schriften her sattsam bekannte Idee von dor Abtötung der Leidenschaft im Menschen, zuletzt• der Sinnlichkeit überhaupt, um nur noch im seelichen Schauen hölierer Welten gleich den Propheten zu leben, was er auch

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