Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 47 (1903)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Nomos
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 412 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829768-2829774-2884807--32263-2884851- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
412 Der Nomos in phiionischer Beleuchtung. ist aber auch cla den Schriftbeweis .schuldig geblieben, den er, wie wir gesehen, aus dem Pent. auch gar nicht hätte erbringen können. Wenn es danach auffallend erscheint, wie unser Interpret das Fehlen von טקרא קדש bei ר״רז hat über• sehen können, so erklärt sich die Schwierigkeit einfach daraus, dass Ph, in dem טקרא קדש überhaupt keine Grenzhestimmung für den Begriff der ״Feste Gottes“ sieht. Nirgends betont er das Werkvciuot als charakteristisches Merkmal der pentateuchisehen Feste; Sabbat wohl involvirt ihm dasselbe, nicht aber die Geschichte• und Naturfeste , die Israel feiert. Er kennt da vielmehr jene Grenzbestimmungen, die bereits oben erwähnt worden, die allerdings auch auf ר ה zutreffen. Er lugtdann im Besonderen hinzu, dass mit dein Neuniondstage der eben noch währoml der Conjimction vordunkelt gewesene Mond sein Licht von der Sonne zurückempfängt, damit die Erde wieder zu erhellen, ein Moment, das ihm auch sonst für den Fcstcharakter der Tage spricht, die Israel als Feste feiert. Es ist schon denkbar, dass au* Solchem und Sehnlichem, aus der Freude über das Wieder- Sichtbarwerden der freundlichen Mondscheibe der Neumonds*• tag in der Volksanschuuung zum Festtag erwachsen ist, nur dass ihn eben das Gesetz nicht sanctionirt hat. Das Uebrigo ist rein homiletischer Natur, wie, dass der sein Licht wiederspendende Mond der Menschheit zum Aluscer dienen müsse, dass auch sie von etwa vorhandenem Ueberflusse Anderen mittheile, ihn nicht im Dunkeln vergrabe, ferner, da89 zum schön Begonnenen auch ein schöner Abschluss gehöre, gleichwie der Mond genau auf den Punkt zurückkehre, von dem er seinen Lauf begonnen. So ansprechend solche Bemerkungen sein mögen, gesetzlich, halaehisoh beweisen sie doch nichts, was aber auch gar nicht in der Tendenz der j. alex. Peligions- Philosophie liegt. Im Texte, was im Yorübergehen auch hier zu bemerken wäre, ist Z. 17 v. S. 44 der ed. Tisch, das sprachwidrige, den Text entstellende av einfach zu streichen, da von einem hypothetischen Verhältnis schlechterdings hier nicht die Rede sein kann, wenn man nicht vorzieht v>7wavxSpauoücra zu lesen, indem Bildungen mit Doppelpräpo&itkm »peciell bei unserem Autor beliebt sind, und[ Zusammensetzung gen mit סדדס und ävi zugleich auch sonst Vorkommen wie die Lexiea ausweisen.