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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 398

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 398 (sequence 14)
Language
German
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398 Die Wiederherstellung Israels unter den Achiimeniden. sein. Neh. ״hat Dach seiner Rückkehr durchgreifende Yeranderungen in der Priesterschaft ,vorgenommen, wie dies 10, 28 deutlich beweist und zwar stand die Familie des Hohenpriesters Eijaschib wie er selbst mit Neh. seit langer Zeit auf keinem guten Fusse; denn in 6, 15—19 sind zwei־ fellos auch Familienmitglieder des Eijaschib betheiligt gewesen, und das Vorgehen Nehemias in 13, 4—9 muss die־ sen Zwist noch gesteigert haben. Neh. und Eijaschib konntes also nicht nebeneinander wirken, einer von Beiden muste weichen. Wenn Neh. 13, 30 die Dienstordnung der Levnilen regelt, 80 ist offenbar die Oberaufsicht über den Tempel an Nehemjas Geistesverwandte übergegangen. Wenn dies so ist, so muss auch die Bildung der Gemeinde, die zustande kam, als eine ihr gutgesinnte Priester?schatt an der Spitze des Tempeldienstes stand, nach den in 13, 4—31 erwähnten Ereignissen stattgefunden haben.“ Allein, wir *ehen hier wiederum wie sich Kosters erlaubt auf Grund einer einzigen vagen Vermuthung hin, ganze Haufen von That* Sachen dem Leser aufzudrängen. Welche Unmasse von Widersprüchen enthält dio soeben ausführlich wiedergegebene Behauptung von Kosters! Thut man nicht seinem Verstände Gewalt an, wenn man behauptet, dass Neh. die Entfernung eines namenlosen Priesters wohl deutlich hervorhebe (28), die Absetzung des Hohenpriesters Eijaschib aber, — des langjährigen Gegners der Gemeinde, — weiches doch eines der erschütterndsten Ereignisse der damaligen Zeit gewesen sein müsste, nur ganz nebenher, als in Vers 29 mitinbegriffen, angedentet habe? Wie ist es ferner bewiesen, dass der Tempeldiener 'zur Zeit von 10, 31 der Gemeinde günstig gesinnt war? Gesetzt, dass es wirklich der Fall war, können denn Eijaschib und seine Nachkommen im Laufe eines Zeitraumes von mindestens 13 Jahren nicht ihre Gesiimungen geändert oder ihre früher verborgenen Gesinnungen offenbart haben? Wenn Neh. und Eijaschib nebeneinander nicht wirken konnten, wie Kosters meint, .wie konnten sie während eines Zeitraumes von 13 Jahren nebeneinander bestehen, wenn doch die Familie Eljaschibs, nach der Ansicht Kosters, schon im ersten Ankunftsjahr Nehemias (6, 15—19) sich als erbitterte Gegner der Gemeinde proclamiert hatten? Das Fehlen des Namens Eijaschib bei den Unter- Zeichnungen von 10, 1—28 kann nicht für die vorhergehende Absetzung Eljaschibs sprechen, es müsste doch dann sein

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