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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 396

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 396 (sequence 12)
Language
German
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300 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden, 5. Zu demselben Schluss kommt Kosters (70) auch bezüglich der Stellen Neh. 10, 35 und 13, 31. Auch hier soll letztere Stelle der ersteren vorangegangen sein. ״Zu der Meinung, dass die Gemeinde der Verpflichtung, die sie freiwillig auf sich genommen hatte, nicht nachgekommen war, und darum Neh. sich genöthigt sah, sie zu ihrer Pflicht, zurückzubringen, geben uns die Worte Nehemias gar kein Recht. Er lässt sich aus wie Jemand, der diese Sache zum ersten Mal regeltu (Kosters 70). Aber in 13, 31 ist bei richtiger Wortübersetzung nichts davon zu finden, dass Nehern. Massregeln für die Ilolzliefeiung getroffen hatte. Wenn die Massregeln für Holzlieferungen hier wirklich von Neh. g e t r 0 f f e n worden wären, wie Kosters meint, so hätte dies Neh. nicht so mit einem Worte abgemacht. Er berichtet hier vielmehr nur, dass er die Priester und Leviten, nachdem er sie von fremder Beimischung gereinigt habe, für ihre bestimmten Dienste, wie für die Holz- und Ersllingslieferungon, in Misclimarot ( Posten) gethcilt und organisiert habe. Von einer solchen Organisation war in c. 10 nichts erwähnt. 6. Kosters sagt ferner: Wenn schon früher die Gemeinde das feierliche Gelübde von 10, 31 abgelegt hätte, dann hätte Neh. sich doch anders gr*gen diejenigen, die fremde Frauen heirateten, aussprechen müssen. Statt auf Salomo sich zu berufen, hätte er viel eher auf den Bruch eines soeben, gethanen Gelübdes hin weisen sollen. Wieviel begreiflicher aber wird die Geschichte, wenn wir die Reihenfolge der Thatsachen umdrehen. Neb. hat gegen die Mischehen geeifert, aber nicht viel erreicht. Es gab daher nur ein Mittel, nämlich, dass das echte Israel sich von den kleiden und den mit Heiden verschwägertenVolksgenossen äbsonderte. Dies geschah nun 10, 31. 13, 25 ist daher nach 10, 31 nicht denkbar; denn zu den Leuten der Gemeinde können die Juden, gegen die er eifert, nicht gehört haben, und wenn sie ausserhalb derselben standen, wurden sie angesehen ,wie die Völker des Landes, und dann hätte Nehemias Unwillen nicht so heftig gegen sie loszubrechen gebraucht (70). Allein gegen diesen frappierenden Beweis möchten wir einige Fragen aufwerfen : Wenn Kosters behauptet, dass nach der gewöhnlichen Auffassung Neh. in 13 ff auf das Gelübde von 13, 31, welches vorher statfcgefunden habe hätte verweisen müssen, so bleibt es unbegreiflich, wieso,

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