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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1903-01-01 · Heft 5 · p. Seite 394

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
47 (1903)
Issue
Heft 5
Article
Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden
Date
1903-01-01
Page
Seite 394 (sequence 10)
Language
German
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394 Die Wiederherstellung Israels unter den Achämeniden. Die Abgaben eines erstgeborenen Tliieres בכורות״« sind nun gar erst eine selten vorkommende Steuer; denn abge« sehen davon, dass jedes Thier nur ein Erstgeborenes liefert, war dieses auch nur dann geweiht, wenn es fehlerlos und männlich war. Und selbst dann konnte der Priester nichts davon erfahren, wenn der Eigenthümer es verheimlichte. Ganz anders aber stand es um die Zelmtubgc^n für die Le• viten. Es ist dies die schwerste Steuer, die einem Ackerbürger auferlegt werden kann. Auch darf nicht übersehen werden, dass alle Abgaben für die Priester in den Tempel gebracht wurden, was in Neh. 10, 36—38 deutlich hervorgehoben wird, und dass derartige Steuern regelmässig eingeliefert werden, haben wir oben schon gesehen. Dass auch die Priester bei der Vorenthaltuug der Levifcennbgaben zu kurz kamen, da sie hierdurch den Zehnten vom Zehnten, der ihnen von den Levitenabgaben zukommt, verloren, ist selbstverständlich. Aber das braucht ja in dieser Erzählung nicht hervorgehoben zu werden. Neh. berichtet ja nicht, wer sich bei ihm beklagt habe, sondern er sagt ganz einfach: ״Ich erfuhr, dass die Anteile der Leviten nicht gegeben wurden״. Die Bcnachtheiligung der Priester ist indirect darin enthalten und mag wohl die Klage wegen dieser YorcnthaUung auch ihrerseits erhoben worden sein. Neh. aber konnte die Zehntabgabe nichst anders als *״מגעה הלוים ״Levitenabgaben“ nennen. 4. Auch den Bericht von der Sabbathschäudung und Neliemias Gegen in assregcl (13, 15—22) will Kosters vor Cap. 10 ansetzen. Er beweist dies folgeadermasseu : Nehemia sieht unter Anderem, dass Tyrier Fische und andere Waren nach Jerusalem bringen und am Sabbath den Juden dieses verkaufen, und noch dazu in der heiligen Stadt. Ist dem das feierliche Gelübde der Gemeinde vorausgegangen (10, 32)? Doch in diesem Falle würde sich!Sehern. auf die feierliche Verpflichtung berufen haben; aber von der Uebertretung eines eben erst geschlossenen Bundes ist keine Bede. Vor allem beweist die Art, in der er sich auslässt, dass er von der Kein c. 9—10 erzählten Festlichkeit nichts weiss; denn aus 13, 18 ist zu ersehen, dass er das durch die Sünde der Väter angeriehtete Unheil noch als fortdauernd ansah, und dass also noch nicht einmal ein Anfang mit der Wiederherstellung Israels gemacht worden ist. 13, 21 setzt 10, 32 nicht voraus; denn JSieb.’a Gewalt konnte sich offenbar

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